4. slowenischen Kongreß der Edelmetalle und Rohstoffe

 


 

22. und 23. Oktober  2010

Ljubljana, Slowenien

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Rob McEwen sagt Goldpreis von 5.000 $ bis 2014 voraus

18.09.2009
Am Montag erwähnte Mineninvestor Rob McEwen im Rahmen einer Präsentation, er könne sich einen Anstieg des Goldpreises auf 5.000 $/oz bis zum Jahr 2014/15 vorstellen, wenn seiner Meinung nach der momentane Goldzyklus endet. Er teilte den Zuhörern außerdem mit, dass er selbst 21% an US Gold hält, im Gegensatz zu vielen anderen CEO´s, die kaum Beteiligungen an ihre Firmen hielten.

McEwen ist überzeugt, dass sich auf den Liegenschaften von US Gold im Cortez-Trend, in dem die Cortez Hills Mine von Barrick liegt, Millionen Unzen von Gold finden.

McEwen hat mittlerweile eine neue Leidenschaft für Silber entwickelt. Die El Gallo Lagerstätte in Mexiko entwickle sich stetig zu einer der "größten Entdeckungen der Welt". US Gold hält die 540.000 Morgen große Länderei und investiert innerhalb von 12 Monaten 10 Mio. $ in die Exploration. Eine erste Ressourcenschätzung sollte im ersten Quartal 2010 veröffentlicht werden.

An Minera Andes ist McEwen ebenfalls beteiligt. Das Unternehmen hält an der San José Silbermine 49%. Bis 2010 soll die Produktion von San José 7,5 Mio. oz Silber und 95.000 oz Gold jährlich betragen. Die operativen Cashkosten werden laut McEwen auf unter 4,99 $/oz Silber sinken. Das Los Azules Kupferprojekt von Minera Andes ist seiner Ansicht nach eine der "größten, nicht entwickelten Kupferlagerstätten der Welt".

In der Vergangenheit bewies McEwen in seinen Aussichten und Empfehlungen meist ein gutes Gespür, was ein gesteigertes Investoreninteresse nach sich zog.

Quelle: goldseiten.de

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Teuerung voraus?

18.09.2009

Man spricht landläufig von einer Teuerung, wenn die Preise für Waren, die Teil eines vorab definierten Warenkorbs sind, steigen. Genauso spricht man von einer Verbilligung, wenn die Preise für Waren fallen. Der Preis des Warenkorbs bildet idealerweise die Lebenshaltungskosten ab. Ich habe bewusst nicht die Begriffe Inflation und Deflation gewählt, weil klar ist, dass dafür die unterschiedlichsten Definitionen existieren (z.B. die Ausweitung der Geldmenge ist Inflation etc.).

Die US-CPI (Consumer-Price-Index) soll die Lebenshaltungskosten eines typischen Städtebewohners abbilden. Robert Shiller hat die US-Lebenshaltungskosten bis 1871 zurückgerechnet, und für die Zeit zurück bis 1800 gibt es stimmige Schätzwerte. So lässt sich die US-CPI bis ins Jahr 1800 zurückverfolgen (nächster Chart).

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Werden sich die Rohstoffe von der Kreditkrise erholen?

08.10.2008
"Geld ist der Lebenssaft der Wirtschaft." Dieser bekannte Spruch ist einfach zu merken, aber noch einfacher ist es, ihn zu vergessen, wenn die Anlagepreise auf unvernünftige Extremstände getrieben werden. Verbraucher wie auch Investoren werden jetzt, da die Geldpanik weiter wütet, nachdrücklich daran erinnert, wie wahr dieser Ausspruch im Kern ist.

Der Begriff "Kreditkrise" kann eigentlich in zwei verschiedene und doch miteinander in Verbindung stehende Kategorien unterteilt werden. Auf der einen Seite ist die Kreditkrise eine Krise des Vertrauens. Vertrauen ist letztendlich die grundlegende Voraussetzung für jedes Bankensystem. Das gilt besonders für eines, das so riesig und vernetzt ist wie das US-Finanzsystem. Wenn das Vertrauen unter den Teilnehmern in ganz gleich welchem kreditbasierten Finanzsystem fehlt, wird Geld knapp und wenn die Angst lange genug andauert, dann werden die Räder des Kommerz' zum Stillstand kommen.

Die Kreditkrise kann auch synonym für den Begriff "Geldknappheit" stehen. Im Grunde genommen ist eine Kreditkrise ein Mangel an ausreichender Liquidität, wodurch der aktuellen Nachfrage durch das Bankensystem nicht nachgekommen werden kann. Liquidität kann knapp werden, entweder, weil es am Geld selbst mangelt oder weil jene, die dieses Geld haben, es nicht frei geben wollen. Das letztere ist ein Symptom extremer Angst, als Antwort auf die angesprochene Vertrauenskrise. Die in den USA wütende Kreditkrise, die sich ihren Weg auch in andere Länder bahnt, ist eine Kombination aus beidem, aber vor allen ist es eine Vertrauenskrise.

Noch gegen Anfang des Jahres boomte der Rohstoffmarkt trotz der Kreditkrise. In gewissem Maße heizte die Kreditkrise die Rohstoff-Rally an, da das Hot Money der Hedgefonds wie auch der Kleininvestoren nach maximalen Profiten bei minimalem Risiko suchte. Rohstoffe profitierten immer noch von dem starken Aufwärtsmomentum und wurden somit zur logischen Wahl für Vermögensverwalter, die versuchten, sich dem Risiko der Aktienmärkte zu entziehen. Gerade Gold und Silber profitierten von dieser Kombination aus Jagdmentalität nach Momentum und Zufluchtssuche nach Sicheren Häfen. Der Goldpreis berührte die psychologischen 1.000$/oz im März, inmitten des Jubelgeschreis und der wild-bullischen Stimmung. Unterdessen hob der Rohölpreis ab und stieg zu Preisständen auf, die noch wenige Jahre zuvor als undenkbar galten.

Leider schienen die meisten Investoren in diesen Märkten den alten Spruch zu vergessen: "Geld ist der Lebenssaft der Wirtschaft." Die Binsenweisheit trifft genauso für Rohstoffe zu, wie sie auch für Aktien oder eben für alles, was ökonomischen Wert hat, zutrifft. Als die Geldkontraktion, also der wesentliche Bestandteil der Kreditkrise, schließlich im Rohstoffsektor ihren Tribut forderte, zog die "Hot-Money-Schar" schnell ihr Geld aus dem Rohstoffsektor zurück und die hochfliegenden Preise drehten ab. Der Ölpreis fiel von fast 150 $/ Barrel im Juli auf ein Tief von 90 $/ Barrel im September.



Dass Öl fast 40% seines Wertes in nur 2 Monaten verlieren konnte, zeugt von der Heftigkeit der wütenden Geldpanik. Dies ist ebenfalls ein Zeugnis für den Einfluss der Hedgefonds und Pensionsfonds. Ihre ausgedehnte Präsenz und ihre Tendenz zur Jagd nach Momentum sind zum großen Teil für den Preisansturm beim Rohöl verantwortlich gewesen. Noch vor einigen Monaten verbreiteten die Öl-Bullen Geschichten von Angebotskrisen beim Rohöl und starker Ölnachfrage seitens der Chinesen. Der schnelle Rückzug des Ölpreises ist ein klares Zeugnis der Macht spekulativer Impulse über die Fundamentaldaten hinaus.

Jetzt, da die Vertrauenskrise die Rohstoffe heftig in Mitleidenschaft gezogen hat, starren viele einstige Rohstoff-Bullen in den Abgrund riesiger Verluste. Die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Investorenpsyche sind ebenfalls enorm. Statt wildem Optimismus sind die Investoren meistens deprimiert und fragen sich, ob sich die Preise jemals wieder erholen werden. Die Investorenstimmung lief innerhalb nur weniger Wochen von einem Extrem des Zyklus zum anderen über und jeder scheint "zu fühlen", dass sie am Boden ist.

Es sind nicht ausschließlich die Rohstoffinvestoren, die die Folgen der Kreditkrise zu spüren bekommen. Die Rohstoffproduzenten bekommen dies auch zu spüren. Um einen Einblick zu bekommen, inwieweit sich die Krise auf Rohstoffunternehmen auswirkt, habe ich eine Reihe von Interviews mit den führenden Köpfen verschiedener Minenunternehmen, darunter auch Explorationsgesellschaften für Gold, Silber und Uran geführt. Sie können sicher schon erraten, dass es einigen Unternehmen besser geht als anderen, aber die meisten haben in unterschiedlichster Weise zu kämpfen. Die größte Herausforderung für diese Unternehmen ist die Frage, wie sie den Minensektor in Anbetracht des herrschenden Investitionsklimas für Kleininvestoren interessant machen können.

Colin Sutherland ist Präsident und CEO von Nayarit Gold Inc., eines kanadischen Explorationsunternehmens für Gold- und Silber, dessen Hauptsitz sich in Novia Scotia befindet. Das Unternehmen kontrolliert Minenkonzessionen von über 12.000 Hektar im mexikanischen Bundestaat Nayarit, bekannt als das Orion Project. Nayarit geht es besser als es den meisten Junior-Bergbaugesellschaften zurzeit geht. Zum großen Teil liegt das auch am Talent von Herrn Sutherland und seinen Co-Managern. Ein Beleg für seinen scharfen Führungs- und Geschäftssinn ist die Tatsache, dass erst kürzlich in der Business Hour des Fernsehsenders Fox ein Beitrag über ihn gezeigt wurde. Dass Fox den Manager eines Junior-Bergbauunternehmens zu Wort kommen lässt, ist extrem selten.

Sutherlands Talent ermöglichte es auch, dass sich das Unternehmen erst kürzlich beindruckende Finanzquellen von großen Kanadischen Banken sichern konnte. Seine Firma sucht immer noch nach der Gelegenheit zu großen Durchbruch, die die Vorstellungskraft der Rohstoffinvestorenwelt auf sie lenken soll.

Herr Sutherland ist ein unverbesserlicher Optimist, wenn es um den Rohstoffinvestitionszyklus geht. Ich fragte Sutherland, wo er den Goldpreis in den vor uns liegenden Monaten sieht. Er sagte mir Folgendes dazu:

"Ich sehe eine Erholung. Da ich seit einigen Jahren in diesem Business arbeite, weiß ich auch, wie schwer es ist, eine Lagerstätte zu entwickeln. Aber was gerade jetzt im Rohstoffsektor mit der Angebotskurve passiert, wird sich irgendwann verstärken. Gold wird weiter steigen, wenn Sie einen Blick auf die Fundamentaldaten werfen. Nach der Wahl werden wir möglicherweise so weit sein, dass Gold auf 1.200 $ vielleicht 1.600 $ zustrebt. Strikt fundamental betrachtet, glaube ich, dass es weiter steigen wird. Wir befinden uns erst im ersten Drittel des Bullenmarktzyklus für Rohstoffe. Ein Überschwang wird sich in den nächsten 6-9 Monaten abzeichnen, wobei Gold auf die 2.000 $ zugeht, aufgrund der ökonomischen Probleme da draußen. Aber wenn sich das wieder legt, werden neue Lagerstätten schwerer zu finden sein. Rein ökonomisch betrachtet, müsste sich der Goldpreis zwischen 900 $ und 1.000 $ stabilisieren."

Einige werden diese optimistische Prognose Herrn Sutherlands ganz sicher in Zweifel ziehen, gerade in Anbetracht der aktuellen monetären Bedingungen. Doch andere werden seinem Ausblick zustimmen, zumindest im Geiste.

Jim William ist der CEO von Arian Silver, ein Bergbauunternehmen für Silber, Gold und Kupfer mit Sitz in London und Projekten in Mexiko. Letzte Woche bat ich Herrn William, die derzeitige Krise mit den vergangenen Problemperioden zu vergleichen, die er in seiner langen Karriere im Bergbausektor miterlebt hat. Er sagte mir Folgendes dazu:

"Während meiner Karriere habe ich drei Rezessionen durchgemacht. Die erste war der Schwarze Mittwoch 1987. Ich arbeitete damals gerade auf einem Projekt im Sudan. Die zweite war der Bre-X-Skandal im Jahr 1997, der für Aufregung und Spannungen an der Börse von Toronto sorgte, und schließlich zu mehr Regulierung. Die jüngste Krise ist global und der Bankensektor wurde massiv getroffen. Das ist ein Dominoeffekt gewesen. Gerade zurzeit ist es schwierig, Kapital für Bergbauunternehmen aufzubringen. Ich würde meinen Hut vor jedem ziehen, der es gerade jetzt schafft, Kapital aufzubringen. Bisher haben wir nur Platzierungen ohne Brokerbeteiligung gemacht. Zuvor konnten wir 3 Millionen $ in 10-15 Minuten per Handschlag in London aufbringen. Im Mai dieses Jahres besorgte ich 3 Millionen $ und ich brauchte dafür 5 Wochen mit einer großen Menge unterschiedlicher Kunden. Mit 1,65 Millionen $, für die vertrauenswürdige Leute bürgen, bringen wir Kapital auf, aber ich bin recht optimistisch. Aber es ist sehr schwierig. Keiner weiß, was schon morgen geschehen wird. Der US-Dollar ist nicht nur in den USA, er ist eine Handelswährung. China hält Billionen in US-Bonds und die können sie nicht so einfach verkaufen, ansonsten wir der Dollar in den Boden gestampft. Sie müssen daraus ihre Schlüsse ziehen."

Herr William merkt an, dass trotz der oft positiven Ergebnisse, die in letzter Zeit über die Marktnachrichtendienste liefen, diese Nachrichten auf taube Ohren stießen. Investoren sind in diesem ökonomischen Umfeld nicht zu sehr interessiert an starken Fundamentaldaten oder positiven Ergebnissen, eine Tatsache, die den meisten Managern, mit denen ich kürzlich sprach, nicht entgangen ist. Herr Williams stellt fest, gäbe es die Kreditkrise nicht, würde der Markt womöglich mit Freude auf die Nachrichten reagieren, die von den neuen Junior-Unternehmen kommen. Das belegt wieder die alte Annahme der Wall Street, derzufolge die Reaktion der Märkte (das Wie) genauso wichtig ist wie die Nachricht selbst. Noch ein weiterer Punkt zu diesem Thema: Investoren können manchmal die Sicht auf die wahren, zugrundeliegenden Werte verlieren, wenn Angst an der Tagesordnung steht. Aber wenn die Angst verfliegt, erkennt der Markt schließlich den Wert und die Vorteile jener Unternehmen, die während der Krise die besten Ergebnisse vorzuweisen hatten.

Die Markt-Malaise des Rohstoffsektors wird verfliegen und wenn das passiert, dann werden viele dieser Firmen im Minensektor, die während der Krisenperiode von den Investoren ignoriert wurden, für ihr geduldiges Durchhaltevermögen in harten Zeiten belohnt werden.

In jeder Krise gibt es eine Chance. Diese Tatsache ist auch den ausländischen Investoren nicht verborgen geblieben, wie die Überschrift eines vor Kurzem in der Financial Times erschienen Artikels zeigt: "SWFs investieren 20 Mrd. $ in Rohstoffe." In diesem Artikel wird darauf hingewiesen, dass die Sovereign Wealth Funds fast 20 Milliarden in Rohstoff-Futures investiert haben, was zum ersten Mal die Präsenz der staatseigenen Investitionsvehikel in den Rohstoffmärkten bestätigt.

Und dann gibt es noch den Hedge-Fond-Faktor. Laut der FT lehnen die Hedge Fonds seit Kurzem Raffinesse ab und geben der gefühlten Sicherheit den Vorrang; sie haben 100 Milliarden $ in ertragsschwache Geldmarktfonds bewegt. Laut dem FT-Artikel schätzt die Citigroup, dass die Hedge Fonds jetzt 600 Milliarden $ in Cash geparkt haben, davon werden 100 Milliarden $ in Geldmarktfonds gehalten.

Der FT-Artikel macht aber auch deutlich: "Letzte Woche kamen diese Hedge Fonds in Kontakt mit der sich ausweitenden Finanzkrise. In der Folge sah sich das US-Finanzministerium gezwungen, ihnen Blankogarantien zu geben, die neben ihren anderen Aktionen dazu dienen sollen, die Ausbreitung der Finanzkrise auf den 3.400 Milliarden $-Sektor abzuwenden." Nichts könnte er deutlich hervortreten lassen, so die FT: Die Präsenz von "Hedge-Fond-Investitionen in Geldmarktfonds zeigt, wie rar die attraktiven Investitionschancen und Sicheren Häfen geworden sind."

In dieser Hinsicht können wir sicher sein, dass die Hedge Fonds den Rohstoffsektor mit Adleraugen beobachten und auf das erste Anzeichen von Erholung warten, um zurückzukehren und die Anlagenpreise erneut in die Höhe zu treiben. Die Indikatoren für das interne Momentum, die wir täglich beobachten, werden uns sagen, wann es an der Zeit ist, noch bevor es bei der großen Masse der Investoren weithin bekannt wird.

Eines der Grundübel, das mit der aktuellen Malaise in Verbindung gebracht wird, ist die Tatsache, dass die US-Wirtschaft stark dienstleistungslastig ist. Allein der Gedanke, dass Dienstleistungswirtschaft über lange Zeit hinweg prosperieren kann, wird in Frage gestellt, gerade im Licht der wachsenden globalen Handelsungleichgewichte.

Robert Dultz ist der Chairman und CEO der USCorp, eines aufstrebenden Junior-Mining-Unternehmens, das sich bei der Goldexploration in Arizona engagiert. Als ich vor nicht allzu langer Zeit mit ihm sprach, unterhielten wir uns über eines der Schlüsselprobleme, vor dem die US-Wirtschaft steht.

Dultz sagt: "Für uns ist der Bergbau wie der produzierende Sektor - er bringt einem Land Vermögen. Wenn man etwas herstellt, dann ist das Vermögen. Nehmen Sie Öl, Nutzholz, Gas, Eisen, Kohle, Silber, Kupfer - all das ist Vermögen. Ein Land braucht reales Vermögen, man kann es nicht durch Dienstleistungen erschaffen. Eine Dienstleistungswirtschaft ist meiner Meinung nach eine Dienerwirtschaft. Ich glaube, [Bergbaugesellschaften] leisten hier ihren Dienst für die Wirtschaft als Ganzes und nicht nur für die Aktionäre."

Herr Williams von Arian fährt fort und spricht eine der derzeit grundlegenden Sorgen der Rohstoffinvestoren an. Er meint, dass verschiedene Investmentfirmen in London die Auflage haben, in absehbarer Zukunft nichts zu kaufen, damit man sich von den erlittenen Verlusten erholen könne. Dieser reaktionäre Ansatz, der Krise zu begegnen, kommt nicht überraschend, auch wenn er kaum logisch ist. Williams stellt fest: "Sie müssen einige Fonds aufgrund ihrer Kunden auflösen." Die Kunden wollen aussteigen, wenn sie überhaupt kein Geld machen. Allgemeiner Konsens ist, dass es schon in einer Woche am [Markt] schlechter aussehen könnte als jetzt. Da draußen herrscht Endzeitstimmung."

Aber Williams befürwortet eine nonkonformistische Investitionsstrategie, wenn die Panik am stärksten ist und der Markt tief unten. "Warum jetzt verkaufen, wenn Sie es sich leisten können, einfach die kommende Unsicherheit auszusitzen, die Aktie wird am Ende wieder steigen. Wenn eine Aktie um 70% fällt, warum sollte man sie jetzt noch verkaufen? Gold stand so hoch - unnatürlich hoch - und dann lagen die Metallpreise für so lange Zeit niedrig. Und ganz plötzlich fangen die Metalle wieder an, im Preis zu steigen. Es wird wohl auch eine Art Dominoeffekt benötigen, um die Juniors zusammen mit diesen Preissteigerungen nach oben zu bewegen, aber es wird passieren. Je mehr Menschen vom Dollar desillusioniert sind, desto größer wird die Zahl jener, die sich dem [Rohstoffsektor] zuwenden werden."

Quelle: goldseiten.de


 

Rohstoffzyklen

08.10.2008
Vom pathetischen Drama überschattet, das sich zur Zeit an den Finanzbörsen abspielt, werden die anderen Märkte aus dem Rampenlicht verdrängt. Speziell die Rohstoffbranche, die noch vor nicht allzu vielen Monaten boomte, wirkt heute wie vergessen.

Im Fall der Rohstoffe ist es nicht nur der neue Status der Finanzbörsen als Mittelpunkt des Universums, der den Fokus der Investoren auf andere Branchen legt. Anfang Juli erlebte die Rohstoffbranche eine starke Korrektur. Die Wall Street, die eine Abneigung gegen Rohstoffe hegt, da sie mit den Börsen um Kapital wetteifert, hat dieses Ereignis sofort ausgenutzt und den Tod der Rohstoffe deklariert. Die Stimmung auf den Rohstoffmärkten wird immer schlechter.

Die Angst wird immer größer und die Verkäufe nehmen immer mehr zu, wodurch die größte Korrektur des gesamten Rohstoffbullenmarktes bis jetzt zustande kam. Obwohl sich nichts Grundlegendes während dieser Abwärtstendenz in den 2 ein halb Monaten geändert hat, fingen immer mehr Trader an, den Behauptungen der Wall Street zu glauben. Aber glücklicherweise für Investoren, deuten die Rohstoffzyklen auf eine andere Tendenz hin.

Alle laufenden Märkte, sogar die größten und längsten säkularen Bullenmärkte, erleben gute und schlechte Zeiten. Rohstoffe sind da keine Ausnahme. Außergewöhnliche Aufschwünge führen oft zu einer extremen Gier auf den Märkten. Danach rufen sie dann plötzlich starke Korrekturen hervor, die die weit verbreitete Angst schürt. Diese hält sich, bis die Angst außer Kontrolle gerät und alle entmutigt sind. Und dann, wie von den Toten auferstanden, beginnt der ganze Kreislauf von vorn.

Kluge Investoren und Spekulanten versuchen, neue Kaufpositionen spät während diesen periodischen Abwärtstrends zu erwerben, wenn die Wahrscheinlichkeit einer bevorstehenden Korrektur hoch ist. Zu kaufen, wenn nur einige andere auch kaufen wollen und fast alle denken, dass der Sektor zum Scheitern verurteilt ist, ist sicherlich nicht einfach. Aber wie alle Querdenker wissen, ist es absolut notwendig, sich gegen die Masse durchzusetzen und in einen Sektor zu investieren, für den die Chancen nicht gerade gut stehen, um letztendlich die größten Gewinne zu erzielen.

Die Chancen stehen gut, dass solch eine Zeit genau jetzt für die Rohstoffe in Form einer fantastischen Kaufgelegenheit anbricht, die wahrscheinlich von allen außer den diszipliniertesten Tradern übersehen wird. Wie die Charts dieses Essays zeigen, sind die technischen Tendenzen für die Rohstoffe für den nächsten großen Aufschwung im Großen und Ganzen sehr günstig. Für diese Studie der Rohstoffzyklen verwende ich den Continuous Commodity Index als meinen allgemeinen Maßstab.

Wenn Sie mit dem CCI nicht vertraut sind, gebe ich Ihnen einige Hintergrundinformationen. Die Wall Street verwendet den traditionellen CRB-Index. Im Jahr 1957 entwickelt, hat dieser Index eine lange Geschichte hinter sich. Das Problem ist, dass der heutige CRB nicht vergleichbar mit dem historischen CRB ist. Im Juli 2005 wurde der klassische CRB grundlegend überarbeitet, als seine traditionellen Bewertungen und geometrischen Mittelungen nicht mehr zeitgenössisch waren.

Der heutige CRB ist ein völlig neuer Index, der voll und ganz von Öl dominiert wird. Dieser neue Index wurde Mitte 2005 erstellt. Während es technisch gesehen die zehnte Überarbeitung des CRB war, hat er nichts mehr mit dem historischen CRB zu tun. Glücklicherweise lebt die neunte Überarbeitung des CRB heute in Form des Continuous Commodity Index weiter. Deshalb ist der CCI der einzig legitime Weg, den Fortschritt der Rohstoffe trotz der massiven Unterbrechung Mitte 2005 zu messen.

Obwohl all meine Analysen auf dem wunderbar vergleichbaren CCI basieren, habe ich auch die zehnte Überarbeitung des CRB in diese Charts mit einfließen lassen, um die enormen Unterschiede aufzuzeigen.



Von Anfang Juli bis Mitte September fiel der CCI um 26,4%! Die letzte Korrektur war bis jetzt die größte und schlimmste Korrektur des gesamten Bullenmarktes. Da ein Rückgang in diesem Ausmaß ohnegleichen ist, ist es einfach, zu verstehen, warum die Stimmung auf den Rohstoffmärkten so schlecht ist. Und es ist einfach, zu verstehen, warum die Wall Street allen Grund dazu hat, die These vom Tod der Rohstoffbranche zu verbreiten.

Wie auch immer, es wäre dumm, die neuesten Ereignisse außerhalb eines säkularen Kontextes zu betrachten. Diese neueste Korrektur des CCI war sicherlich nicht die erste, die wir in diesem Bullenmarkt überstanden haben. Egal, wie Sie die Korrekturen und Aufschwünge des CCI einteilen, es waren ungefähr sechs. Und da die letzten fünf großen Korrekturen es nicht geschafft haben, den Bullenmarkt zu beenden, stehen die Chancen gut, dass die sechste ebenso erfolglos bleibt.

Wenn man sich die neunte Überarbeitung des CRB (blaue Linie) bis Mitte 2005 und danach den CCI (rote Linie) betrachtet, haben die Rohstoffe wahrhaftig einen Aufschwung und gleich danach einen Rückgang erlebt. Vor dem letzten Aufschwung hat der CCI durchschnittlich um 27,4% in jedem seiner Aufschwünge über einen Zeitraum von 12 Monaten zugenommen. Das kommt einem vielleicht nicht viel vor, aber denken Sie daran, dass es ein sehr konservativ geometrisch ermittelter Index von 17 gleich gewichteten Rohstoffen ist. Viele große individuelle Rohstoffe, wie Gold und Öl, stiegen weit höher als die Bezugsgröße, der CCI.

In allen Bullenmärkten konnte man die Uhr danach stellen, dass große Aufschwünge immer von großen Korrekturen gefolgt waren. Die ersten fünf großen Korrekturen haben durchschnittlich Verluste von 8,1% über einen Zeitraum von 1,9 Monaten verursacht. Die Korrekturen waren nicht nur viel schwacher als die vorherigen Aufschwünge, sie dauerten auch nicht so lange wie ihre vorherigen Aufschwünge. Diese Asymmetrie ist typisch, weil die Angst, die die Korrekturen hervorruft, schneller entbrennt als die Gier, die Aufschwünge hervorruft.

Ein Großteil der Investoren war total glücklich mit dem Fortschritt in der Rohstoffbranche, wie zum Beispiel im Jahr 2007, bis sie von der CRB- Propaganda der Wall Street irregeführt wurden. Wie in allen Bullenmärkten haben die Rohstoffe während Aufschwüngen einen Anstieg erlebt und sich dann während Korrekturen wieder zurückgezogen. Aber die Aufschwünge dauerten viel länger als die Korrekturen. Demnach haben die Rohstoffe im Allgemeinen eher einen Aufwärtstrend erlebt.

Der sechste große Aufschwung des CCI begann im August 2007. Die Rohstoffe sind immer sehr schwach im Spätsommer, wie Sie in diesem Chart sehen können. 2008 stellte da keine Ausnahme dar. In den ersten fünf Monaten dieses neuen Aufschwungs verlief der CCI ziemlich normal. Er erreichte seinen durchschnittlichen Anstieg von 27,4% während eines Aufschwungs bis Anfang Februar 2008. Bis zu diesem Punkt war der Aufschwung etwas schneller als sonst, aber nicht bedeutend mehr.

Dann geschah etwas Sonderbares. Zum ersten Mal in der Geschichte erreichte der Rohölpreis die 100 $ Marke. Ob man sich für die Rohstoffbranche interessiert oder nicht, alle beobachten den Ölpreis, seit es um die globale Wirtschaft kritisch steht. Zusammen mit den schwachen Börsen, die sich in einem neuen zyklischen Bärenmarkt befinden, haben die steigenden Ölpreise wachsendes Interesse bei den Tradern in die Rohstoffbranche geweckt.

Aus diesem Grund stiegen die Rohstoffpreise alle gemeinsam zum ersten Mal im Februar 2008. In einem einzigen Monat schoss der CCI um 14,3% in die Höhe! Die einzig annähernd vergleichbare Zeit war Februar-März 2005, als der dritte Aufschwung seinen Höhepunkt erreichte und die neunte Überarbeitung des CRB um 11,7% in nur einem Monat stieg.

Anfang 2005 erging es den Finanzbörsen schlecht und die allgemeinen Aktienmärkte bewegten sich in einem Seitwärtstrend nach unten. Aus diesem Grund investierten große Spekulanten einschließlich Hedge-Fonds ihr Kapital in Rohstoffe, da es der einzige Sektor war, dem es gut ging. All dieses Kapital führte zu einem Anstieg des CCI.

Das war wirklich spannend für erfahrene Rohstoffinvestoren, da es das erste Mal im ganzen Bullenmarkt war, dass die Mainstream-Investoren sich für die Rohstoffbranche interessierten. Je mehr der Ölpreis steigt, desto mehr Trader interessieren sich für Rohstoffe.

Säkulare Bullenmärkte enden normalerweise nicht, bis die allgemeine Öffentlichkeit total überzeugt ist, dass ein Bullenmarkt ewig dauert. Denken Sie doch nur einmal an den Wahn der Technik-Aktien Anfang 2000, wo alle, sogar das allgemeine Volk auf der Straße, über die Neue Ära der Technologie und über die zahllosen Profite, die man damit machen kann, redeten. Es dauert Jahre, und viele Aufschwünge, zwischen den ersten Anzeichen der Beteiligung der Mainstream-Investoren und dem ultimativen Höhepunkt, bis ein Sektor der beliebteste auf der ganzen Erde wird.

Hedge-Fonds, die jetzt endlich eine große Chance in diesem Rohstoffbullenmarkt sind, haben den stärksten CCI-Aufschwung hervorgerufen, den wir bis jetzt erlebt haben. Über 10 ein halb Monate stieg der CCI um 54,4%. Das war einfach unglaublich! Von der Dauer her war dieser Aufschwung nicht viel kürzer als die fünf Aufschwünge zuvor, aber vom Ausmaß her war er doppelt so stark als der durchschnittliche Zuwachs von 27,4%.

Bis zu diesem Hoch Anfang Juli 2008 war der CCI um 235% seit Oktober 2001 gestiegen. Das ist einfach beeindruckend. Denken Sie doch nur einmal an einige der anderen 17 Rohstoffkomponenten, wie z.B. Orangensaft, die nicht so bekannt sind, aber trotzdem mit zum Index zählen.

Über diese identische Sieben-Jahres-Spanne ist der S&P 500 lediglich um 16,3% gestiegen. Rohstoffe waren in den letzten sieben Jahren eine weitaus bessere Investition als die allgemeinen Börsen. Die Wall Street lobt die Aktienmärkte noch immer in den Himmel und versucht weiterhin mit aller Kraft, den gewaltigen Rohstoffbullenmarkt vor den Mainstream-Investoren zu verstecken.

Aber egal, wie stark der sechste große CCI-Aufschwung war, er war, wie alle Aufschwünge, gefolgt von einer Korrektur. Alle Bullenmärkte erleben gute und schlechte Zeiten, um die Stimmung wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Korrekturen sind asymmetrisch schneller und schärfer als ihre vorherigen Aufschwünge, aber das Ausmaß ist meist gleich. Während ein kleiner Aufschwung eine kleine Korrektur hervorruft, ruft ein großer Aufschwung eine große Korrektur hervor. Demzufolge ist es nicht überraschend, dass nach dem stärksten Aufschwung in diesem Bullenmarkt die stärkste Korrektur folgte.

Ein Rückgang von 26,4% in nur 2 ein halb Monaten ist in der Tat steil und Angst einflößend. Während die Dauer nicht weit hinter dem Durchschnitt von 1,9 Monaten der vorhergehenden Korrekturen liegt, ist das Ausmaß weit höher als der Durchschnitt von 8,1%. Der Aufschwung hat ganze Arbeit geleistet, die Gier vernichtet und die Angst entflammt.

Nach diesem uncharakteristisch starken CCI-Rückgang bekamen es Rohstoffinvestoren mit der Angst zu tun. Sie versuchen alles, um ihre Angst zu rechtfertigen. Die Nachrichten gewinnen an Popularität, wenn sie alles unterstützen, was Trader denken wollen. Nachrichten, die etwas anderes sagen, werden ignoriert.

Seien Sie trotzdem vorsichtig, da nur grundlegende Dinge diesem Bullenmarkt ein Ende setzen können. Erst wenn die Welt kontinuierlich mehr Rohstoffe produzieren kann, als sie konsumiert, werden die Rohstoffpreise in ihrem nächsten säkularen Bärenmarkt beginnen, abzurutschen. Wir sind noch viele Jahre von einem Überschuss an Rohstoffen entfernt. Öl, der König der Rohstoffe, ist das beste Beispiel. Die Nachfrage wächst immer mehr. Die momentan bestehenden Ölfelder werden in naher Zukunft ausgeschöpft sein und neue Funde sind trotz eines Rekordeinsatzes von Kapital, das in die Forschung investiert wird, sehr rar.

Ohne globale Überschüsse ist der Bullenmarkt noch lange nicht vorbei. Und interessanterweise beweisen das die CCI-Werte. Sogar während seines schlimmsten Close Mitte September lag der CCI nicht wirklich weit unten. Es ist schon ein bisschen blöd, wie ein Irrer herumzulaufen und das Ende der Welt zu verkünden, wenn der CCI lediglich einen Wert wie im Oktober 2007 hat. Niemand dachte, dass die Rohstoffbranche dem Untergang geweiht sei!

Wie Sie in der oberen Chart sehen können, verläuft der CRB sehr flach von 2002 bis 2006. Als der alte CRB für die brandneue, zehnte Überarbeitung weichen musste, war Schluss mit dem Aufwärtstrend und viele Investoren kapitulierten. Wie in den letzten Wochen, erklärte die Wall Street auch im Spätsommer 2006 ungeduldig das Ende der Rohstoffe.

Mittlerweile brach die wirkliche, neunte Überarbeitung des CRB, in Form des CCI, die Resistance Mitte 2006. Die ursprüngliche Resistance des CRB wurde Ende 2006 und 2007 zum Support. Bis Mitte September 2008 war der CCI erneut bei der Resistance angekommen. Kein kompetenter technisch orientierter Trader würde auch nur im Traum daran denken, den Tod des Bullenmarktes zu deklarieren, bevor der Langzeit-Support eindeutig gebrochen wurde! Dem CCI geht es technisch gesehen aber gut.

Die nächste Chart zeigt die letzten Jahre, um eine bessere Vorstellung von den aktuellen Ereignissen zu bekommen. Außerdem zeigt sie den wachsenden Abstand zwischen dem CCI und dem heute fälschlicherweise genannten CRB. Der CCI zeigt einen spekulativen Höhepunkt, der durch Hedge-Fonds früher in diesem Jahr hervorgerufen wurde, aber die Mehrheit der Bullenmarktgewinne bleibt intakt.



Bei einem CCI-Wert von 450 im letzten Herbst haben die Investoren mit diesen haussierenden Höchstwerten mitgefiebert. Die Zukunft der Rohstoffe als Investitionsmöglichkeit sah nie besser aus. Dann entwickelte sich der sechste Aufschwung zu einem spekulativen Höhepunkt, da Kapital aus den Hedge-Fonds den Marktsektor unterstützte, den es am besten ging. Die Gier wuchs ins Unerträgliche, die Spitze krachte zusammen und der CCI lag wie in der letzten Woche bei 450.

In vier Tagen war der CCI bereits um 9,6% von seinem Korrekturtief gestiegen! Da der CCI in dieser Woche bei ungefähr 500 lag, ist es kaum zu glauben, dass jemand, der sich eine Chart angeschaut hat, die mehr als nur ein paar Monate zeigt, auch nur im Traum daran denkt, dass dieser Bullenmarkt vorbei sein könnte. Die heutigen Preisniveaus bleiben weiterhin beeindruckend.

Das gilt aber nicht für den von Öl beherrschten CRB. Am schlechtesten erging es ihm Mitte September, wo er Preisniveaus vom Januar 2006 erreichte. Und er liegt weit unter dem säkularen Support der neunten Überarbeitung des CRB.

Der CRB ist unvergleichlich! Ich wünschte, jeder könnte das verstehen. Der CCI erzählt die wahre Geschichte der Rohstoffe. Und der bei weitem größte Aufschwung in diesem Bullenmarkt, der von der bei weitem größten Korrektur gefolgt war, sollte aufregend sein und nicht Angst einflößend. Wenn ein säkularer Bullenmarkt in die erste Runde geht, interessiert sich ein ständig wachsendes, unglaubliches Kapital dafür. Je mehr Kapital in einen wachsenden Bullenmarkt gesteckt wird, je mehr nimmt er an Lebhaftigkeit zu. Größere Gewinne während Aufschwüngen und größere Verluste während Korrekturen sind Anzeichen für ein wachsendes Interesse.

Dem massiven und entscheidenden Sprung des CCI in der letzten Woche zufolge stehen die Chancen gut, dass die Angst bereits auf ihrem Höhepunkt ist und die sechste große Korrektur zu Ende ist. Wenn dem so ist, dann befinden wir uns in einer der größten Kaufgelegenheiten des Rohstoffbullenmarktes. Natürlich wollen alle Trader sofort nach einer großen Korrektur kaufen, bevor der folgende Aufschwung beginnt. Heutzutage können wir diese optimale Strategie verwirklichen.

Dank der Verbreitung der innovativen neuen Rohstoff-ETFs und –ETNs ist es für Investoren und Spekulanten einfacher als je zuvor, Gewinne durch ihr normales Börsenverkaufskonto zu erzielen. Ein Großteil dieser ETFs/ETNs sind direkt mit den Rohstoffen verbunden, nicht nur mit ihren Aktien. Das sind fantastische Neuigkeiten, da große Rohstoffaktien während zyklischen Bärenmärkten problematisch werden können, da Big Fund Manger alle Sektoren verhältnismäßig gleich verkaufen müssen, um das Gleichgewicht zwischen den Bärenmärkten zu bewahren. Dadurch folgen die meisten Rohstoffaktien dem Abwärtstrend der allgemeinen Aktien.

Als aktive Trader in der Rohstoffbranche seit Anfang 2001 sind wir bei Zeal sehr gespannt, wie sich die neuen Handelsmittel ETFs/ETNs entwickeln. Wir haben die letzten vier Monate damit verbracht, den gesamten Bereich der Rohstoff-ETFs und –ETNs ausgiebig zu erforschen. In dieser Woche veröffentlichten wir unseren lang erwarteten, umfangreichen Bericht über unsere Lieblinge. Kaufen Sie ihn jetzt während der großen Kaufgelegenheit, die mit dem Ende der sechsten großen Korrektur des CCI beginnt.

Wir haben die ETFs und ETNs in allen möglichen Rohstoffbereichen untersucht. Einige sind nur die Rohstoffe, andere zahlreiche Rohstoffaktien und andere bieten wiederum Zugang zu den Elite-Rohstoffaktien in den USA. Da wir nie stehen bleiben, werden wir den Handel mit diesen Elite-ETFs und –ETNs beginnen, die Konditionen dafür können Sie in unserem anerkannten monatlichen Newsletter nachlesen. Abonnieren Sie noch heute!

Im Endeffekt bewegen sich die Rohstoffe in Kreisläufen, so wie in jedem säkularen Bullenmarkt. Aufschwünge sind gefolgt von Korrekturen, um die Stimmung regelmäßig wieder auszugleichen. Je größer ein Aufschwung, desto größer die darauf folgende Korrektur. Während wir gerade die größte Korrektur des gesamten Bullenmarktes hinter uns haben, sollten Trader nicht zu überrascht sein, dass sich der größte Aufschwung zuvor abspielte. Eigentlich ist das sehr spannend!

Der erste Aufschwung des CCI kam aufgrund des ersten Beteiligung der Mainstream-Trader zustande. Mehr Kapital, dass in die Rohstoffe fließt, bedeutet zukünftig mehr Lebhaftigkeit und größere Aufschwünge. Je höher die Rohstoffpreise steigen, desto mehr werden sich Mainstream-Trader dafür interessieren. Das sollte letztendlich in einem Volkswahn wie in den späten 1970ern gipfeln, als Durchschnittsinvestoren wie verrückt kauften und die Preise zeitweise stratosphärisch in die Höhe trieben.


Quelle:goldseiten.de


 

Edelmetalle und Minenaktien: Jetzt kaufen!

16.09.2008
Was für eine Woche! Gold und Silber kurzfristig im Sturzflug, dann am Freitag kräftig erholt, die Indizes XAU und HUI schon vorher wieder aufwärts, Hausse der Minenaktien am Freitag nicht mehr zu halten, wie reimt sich das alles zusammen? Dazu weiter unten mehr. "Nichts für schwache Nerven", schrieb ich Ihnen in der vergangenen Woche. Doch das Schlimmste, was Sie jetzt tun könnten, wäre, zur Unzeit nervös zu werden und in Panik Gold, Silber und Edelmetallaktien zu verkaufen. Das Gegenteil ist richtig: Peu à peu aufstocken, wie hier schon mehrfach empfohlen. Zugegeben, dafür muss man etwas abgebrüht sein, aber ein solches Vorgehen wird sich auszahlen.

Lassen Sie mich dazu aktuell einen Kronzeugen zitieren, der es wahrlich faustdick hinter den Ohren hat: Marc Faber. Er äußerte sich zuletzt in FAZ.Net wie folgt: "Meine größte Position ist Gold, auch wenn der Preis kurzfristig wahrscheinlich weiter fallen wird. Gold ist jedoch eine Versicherungsanlage. Daneben halte ich neben einigen Immobilien auch kurz laufende Obligationen vor allem im Euro und im Dollar." Gestatten Sie mir ergänzend, auch zur Bekräftigung von Fabers Aussage, ein Zitat meines hier veröffentlichten Beitrags vom 7. März 2008, als der Goldpreis auf Gipfeltour war: "Wie tief kann der Goldpreis im Rahmen einer Korrektur fallen? 20 bis 25% wären normal, also bis in die Gegend von 750 Dollar, bei zwischenzeitlicher Panik vorübergehend auch etwas tiefer. Aber das müsste es dann gewesen sein." Dazu stehe ich heute mehr denn je; die Entwicklung in der abgelaufenen Woche bestätigt es eindrucksvoll.

Nun zu den - nur scheinbar seltsamen - Eskapaden der Edelmetallaktien-Indizes XAU und HUI. Sie setzen sich aus den führenden Aktien des Sektors zusammen, das heißt, sie bilden die Edelmetalle indirekt ab. Das unterscheidet sie von diesen in ganz wichtigen Punkten: Sie sind nicht nur von deren Preisen abhängig, sondern auch von den Kosten und Erträgen der betreffenden Aktiengesellschaften, von der Qualität des jeweiligen Managements, von Reserven und Ressourcen (also von der Lebensdauer der Minen, was wiederum eine Frage des Preisniveaus der Edelmetalle ist), von Währungsrelationen und allen erdenklichen Angebots-Nachfrage-Konstellationen. Dass die Kurse der Edelmetallaktien und damit XAU wie auch HUI sich zwischenzeitlich anders entwickeln als Gold und Silber, ist da nicht weiter überraschend. Dagegen ist der langfristige Trend, abgesehen von temporären Abweichungen (wie zuletzt) und abgesehen von der Intensität der Ausschläge nach oben, nach unten und wieder nach oben (wie jetzt), in etwa gleich.

Was die Ausschläge betrifft, sind noch die folgenden Überlegungen besonders wichtig: Die Kurse der Edelmetallaktien unterliegen aus den genannten, auf die Aktiengesellschaften bezogenen Gründen der Spekulation von Fondsmanagern und privaten Anlegern, wobei die Fondsmanager im Hinblick auf die Intensität von Zyklen dauerhaft mehr Einfluss ausüben. Damit kommt eine weitere Komponente ins Spiel: Bei hohen Mittelzuflüssen von Seiten ihrer Anleger müssen die Fondsmanager Minenaktien kaufen, ob sie wollen oder nicht. Und bei hohen Mittelabflüssen müssen sie Minenaktien verkaufen, unabhängig davon, ob das sinnvoll ist; denn sie sind ja gezwungen, ihre Anleger auszuzahlen. Daraus folgt eine weitere Überlegung: Anleger, die glauben, mit Minenfonds eine bessere Risikostreuung zu erreichen als mit einem Bukett von fünf bis zehn Minenaktien, liegen in der Regel schief. Sie dürften mit Indexfonds besser abschneiden - es sei denn, ein Fondsmanager ist so überragend, dass er nachhaltig XAU und HUI schlägt.

Vergegenwärtigen Sie sich das hier Geschriebene noch ein Mal, um das heftige Auf und Ab an den Edelmetallmärkten zu verstehen. Dieses Auf und Ab markiert das Ende einer kurzfristig nach unten gerichteten Fahnenstange (Ausdruck der Chartisten für eine steile Kursentwicklung). Denn es ergibt sich in Bezug auf Minenaktien und damit auch auf Minenfonds nicht nur aus den nervösen Zuckungen der Preise von Gold und Silber, sondern auch aus dem Verhalten der Fondsmanager: Diese wissen ganz genau, dass Minenaktien zurzeit im Vergleich zu den Edelmetallen lächerlich niedrig bewertet sind. Deshalb suchen sie nach Mitteln und Wegen (und finden sie zunehmend auch durch neue Kampagnen), um nicht noch zur Unzeit Minenaktien verkaufen zu müssen, nur damit ihre - möglicherweise klammen - Anleger an ihr Geld kommen.

Das Fazit aus den hier angestellten Überlegungen ist eindeutig: Wir haben es aktuell mit Kaufkursen für Minenaktien zu tun. Spekulativ orientierte Anleger stellen sich ihr Minenportfolio entweder selbst zusammen oder kaufen einen Indexfonds, etwa Market Access Amex Gold Bugs (Wertpapierkennnummer A0MMBG). Wer dagegen Gold als Versicherungsanlage bevorzugt, kauft gängige Anlagemünzen und Barren. Die jetzige Kaufchance wird so schnell nicht wieder kommen.

Quelle: goldseiten.de

 

Sehr mäßig gute Nachrichten

28.08.2008
Veröffentlich von Dr. Marc Faber
Ich kann einige, wenn auch sehr bescheidene, Verbesserungen am amerikanischen Aktienmarkt erkennen. Zum einen scheint es so, als wären der Konjunkturrückgang und die Probleme in anderen Ökonomien wie z.B. im Vereinigten Königreich (hier warten wir nur noch darauf, dass die Katastrophe ausbricht), Italien, Spanien und Irland noch größer als in den Vereinigten Staaten.

Und weil viele der Aktienmärkte in den Schwellenländern schlechtere Leistungen gebracht haben, als der Aktienmarkt der
Vereinigten Staaten, wird vermutlich etwas Geld aus diesen Ländern den Weg zurück in die Heimat finden. Kandidaten hierfür sind z.B. Indien und China, wo die Aktien bislang in diesem Jahr um 40% gefallen sind.

Wir sollten auch bedenken, dass, wie Joachim Fels feststellte, "in 50 der ungefähr 190 Länder der Welt, die Inflation heute zweistellige Werte erreicht hat. Fast alle davon sind Ökonomien der Schwellenländer." Meiner Meinung nach könnten einige der Schwellenländer - ganz entgegen den Erwartungen - stärker getroffen werden, als die Vereinigten Staaten. Die gute Nachricht hier ist also nur, dass die schlechten Nachrichten in anderen Ländern noch schlechter sind als in den Vereinigten Staaten. (Auch wenn es schwer fallen mag, das zu glauben.)

Die Medien und die Marktkommentatoren, die bis Ende Juni noch auf steigende Tendenz spekulierten, haben zuletzt bemerkt, dass wir uns in einem Bärenmarkt befinden. Sie kamen darauf, weil die großen Indizes gegenüber dem Gipfel um grob 20% gefallen sind.

Das ist eine beachtliche Leistung in den Annalen der Wirtschaftsprognosen und des Markttimings. Wie viele Aktien mussten erst um 50% bis 99% fallen, ehe die Medien und einige „Bullen", die weiterhin von einem unmittelbar bevorstehenden Aufschwung sprachen, der die Indizes in neue Höhen treiben würde, akzeptierten, dass wir uns in einem Bärenmarkt befinden?

Vergessen Sie nicht, dass die Medien und die meisten Berater, als die Aktienmarktindizes vor sieben Monaten neuen Höchstwerte verzeichneten, noch übertrieben optimistisch waren - auch wenn die Aktien sich schon auf einem Abwärtstrend befanden. Und die Stimmungsbarometer (Bären gegen Bullen) unter Privatinvestoren und Anlageberatern neigen sich heute deutlich in Richtung der Bärenseite.

Immer dann, wenn die Stimmung in der Vergangenheit so negativ war, war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es zumindest kurzfristig eine Markterholung geben würde. Doch trotzdem möchte ich die Leser warnen, dass aufgrund der Tatsache, dass die Stimmung zwischen 2003 und 2007 während es Anstiegs des Aktienmarktes sehr lange extrem optimistisch blieb, es heute möglich ist, dass die Stimmung sehr lange sehr negativ bleiben wird, während der Aktienmarkt seinen Abwärtstrend fortsetzt.

Die dritte Verbesserung, die mir aufgefallen ist, ist, dass aus technischer Sicht, der Markt „um einiges" (wenn auch nicht extrem) überverkauft wird. Aber auch hier muss ich die Leser warnen, dass der Markt heute im Kontext eines Bullenmarktes überverkauft ist - und nicht im Kontext eines Bärenmarktes, während dessen dieser Zustand lange andauern könnte. Ich gehe davon aus, dass Ambac schon mit 70 Dollar überverkauft wurde, und wo steht die Aktie jetzt? Darüber hinaus können die Märkte schnell solche Zustände erreichen und diese Zustände dann ohne eine große Korrektur abarbeiten. Das will ich Ihnen erklären.

Im Sommer 1982 waren die amerikanischen Schatzanleihen extrem im Keller; Sie waren nicht höher als 1964 und effektiv seit dem Gipfel von 1966 um mehr als 70% gefallen. Der Dow erreichte am 9. August bei 769 die Talsohle und wenn ich mich recht entsinne, dann hat der Aktienmarkt am 18. August losgelegt. Bis zum 22. September hatte der Dow 951 Punkte erreicht (ein Plus von 20% gegenüber dem Tiefstwert im August).

Und die am stärksten überkauften Bedingungen, die ich bis dahin gesehen hatte, traten im August 1982 auf, und dann wieder am 22. September. Doch danach setzte der Markt seinen Anstieg fort: Über 1296 bis November 1983, auf 2746 bis zum Gipfel im August 1987, und dann weiter zu den jüngsten Höchstwerten von 14.198 am 12. Oktober 2007.

Ich will also betonen, dass solche überkauften und überverkauften Zustände immer im Kontext sowohl des primären
Trends - hoch oder runter - und der Phase im Bullen- oder Bärenmarkt, in dem sie auftreten, betrachtet werden müssen.

Überkaufte Zustände am Anfang eines Aufwärtstrends und überverkaufte Zustände am Anfang eines Abwärtstrends sind aus langfristiger Perspektive bedeutungslos! Wenn wir uns wirklich in einem Bärenmarkt befinden, und davon gehe ich aus - und davon gehe ich schon seit Sommer 2007 aus, dann ist die aktuelle überverkaufte Position nur für eine sehr kurzfristigen Perspektive relevant.

Die vierte Verbesserung, die ich erkennen, ist, dass einige zuvor starke Aktien und Gruppen, wie z.B. US Steel, Cleveland-Cliffs, IBM und der Ölsektor, genauso wie die Nasdaq und einige ihrer besten Positionen wie z.B. Research in Motion, Apple etc. anfangen einzubrechen.

Denn der Einbruch der Marktführer ist eine wichtige Bedingung für einen echten Tiefpunkt. Aber auch hier müssen wir verstehen, dass es sehr viel länger dauern wird und das wesentlich niedrigere Preise notwendig sind, ehe die sehr starken Märkte und Sektoren (die meisten davon stehen in irgendeinem Bezug zu Energie und zu Materialien) die sich bislang dem Bärenmarkt der Finanzaktien widersetzen konnten, einen echten Tiefpunkt erreicht haben werden.

Weil ich sehr stark damit rechne, dass sich die Finanzkrise auch auf die wahre Wirtschaft ausbreiten wird, würde ich diese Sektoren und Aktien verkaufen, die bislang der Schwäche der Finanzaktien getrotzt haben. Ein weiterer möglicherweise guter Beitrag aus den Nachrichten ist, dass die aktuell expandierende Geldpolitik die stärkeren Unternehmen eines Industriesektors stärker werden lässt, als die schwächeren Wettbewerber. Das würde sich in stark voneinander abweichenden Leistungen der Aktien zeigen.

Die schwächeren Unternehmen könnten so sehr fallen, dass sie an einem bestimmten Punkt zu attraktiven Kandidaten für Fusionen und Übernahmen durch die finanziell besser gestellten Unternehmen werden. Zusammenschlüsse würden das Szenarium beschleunigen und zu stärkerer Preismacht (und Inflation) führen.

Der letzte, möglicherweise gute Beitrag aus den Nachrichten lautet, dass Öl- und andere Rohstoffpreise vielleicht ein Zwischenhoch erreicht haben. Sollten die Ölpreise auch weiterhin stark fallen, sagen wir um 20% bis 40%, dann werden sicherlich die Medien - genauso wie die dummen Cheerleader und die Leute, die die Rohstoffe immer noch nicht für eine Anlageklasse halten - davon ausgehen, dass das gute Nachrichten für die Aktien sind. Eine erleichternde Erholung wird dann vermutlich folgen. Aber einen Augenblick: Warum sollten die Ölpreise oder die Rohstoffe nennenswert einbrechen? Weil sie nicht mehr bezahlbar sind und die Ökonomien weltweit - und nicht nur in den Vereinigten Staaten - schwach sind.

Das würde zu einem Rückgang der Nachfrage nach Rohmaterialien führen und vermutlich auch zu niedrigeren Preisen. (Das Angebot wird vermutlich nicht signifikant steigen, aber es könnte sinken, als Folge von Krieg, zivilen Unruhen oder
konzertierten Aktionen durch die Hersteller.) Doch eine schwache Wirtschaft oder eine wirtschaftliche Schrumpfung überall auf der Welt wären sehr wahrscheinlich nicht günstig für die Wertpapiere und die Unternehmensgewinne.

Ich muss noch einen Kommentar in Bezug auf die Ölpreise und die Rohstoffe loswerden. Es ist kein starker amerikanischer Dollar, der zu den fallenden Ölpreisen führen wird, wie die Kommentatoren behaupten.

Was die geringeren Ölpreise auf den Weg bringen wird, ist ein Zusammenbruch der Verbraucherausgaben in den Vereinigten Staaten und anderswo auf der Welt. Wenn der Konsum in den Vereinigten Staaten einbricht, dann werden sich das amerikanische Leistungsbilanzdefizit und das Handelsbilanzdefizit halbieren und das wird zu einem Eintrocknen der weltweiten Liquidität führen.

Ich habe über dieses Verhältnis schon häufig geschrieben und ich habe auch das Verhältnis zwischen der Wachstumsrate der offiziellen ausländischen Reserven amerikanischer Dollar und dem amerikanischen Dollar aufmerksam gemacht.

Ein Rückgang des amerikanischen Konsumverhaltens wird für den amerikanischen Dollar gut sein und es wird mit Sicherheit die Rohstoffpreise senken, aufgrund einer geringen Nachfrage (zumindest vorübergehend). Aber wenn Sie wirklich davon ausgehen, dass ein solches Ergebnis gut für die Aktien ist, dann träumen Sie weiter.

Und dann bleibt noch zu sagen, dass seit Beginn des Bullenmarktes bei den Rohstoffen, immer noch viele Leute darauf
beharren, dass die Rohstoffe keine Klasse der Anlagewerte ausmachen. Einige sind dabei sogar so weit gegangen, dass sie Gold mit Waschmaschinen verglichen haben.

Aber bedenken Sie auch das Folgende: Meine Hunde und meine Bücher sind für mich auch ein Wirtschaftsgut, aber für einen anderen sind sie das vielleicht nicht. Meine Hunde beschützen mein Haus und meine Bücher und meine Bücher machen mir Freude und - zumindest hoffe ich das - liefern auch ein gewisses Wissen.

Aber meine Hunde wären für einen anderen, der in einem gesicherten Gebäude mit Eigentumswohnungen lebt, vielleicht nur eine Verpflichtung. (Wenn es überhaupt so etwas gibt, wie ein sicheres Gebäude mit Eigentumswohnungen.) Und auch meine Bücher wären für jemanden, der nicht des Lesens mächtig ist, wertlos, weil er nicht in der Position ist, diese Bücher lesen zu können.

Ein hochkarätiger Mathematiker ist vermutlich auch ein Vermögenswert für James Simons von „Renaissance", aber eine große Last für eine Rettungsmission auf dem Mount Everest. Wasser ist ein gewaltiger Vermögenswert, wenn man sich mitten in der Wüste verlaufen hat, aber es ist nicht so wertvoll, wenn man ohne Schirm im Regen steht und auf seine Verabredung warten muss.

Man muss also zuerst einmal verstehen, dass manches zu bestimmten Zeiten für jemanden ein Vermögenswert sein kann, aber zu anderen Zeiten für einen anderen nicht. Normalerweise hält man Zigaretten nicht für einen Anlagewert, aber in Gefangenenlagern, und ganz allgemein im Krieg, sowie in Zeiten der Hyperinflation, werden Zigaretten zu Anlagewerten - und sie ersetzen dann sogar Banknoten als Zahlungsmittel.

Wenn jemand eine Klasse von Anlagewerten so definiert, dass sie einen Kapitalfluss ermöglichen muss, dann sind Rohstoffe dieser Definition nach vermutlich kein Anlagewert. Doch was ist, wenn Anlagemärkte wie Wertpapiermärkte, Anleihenmärkte und Bargeld (Schatzanleihen) effektiv negative Erträge bringen (angepasst an die Inflation)?

In dem Moment, in dem Geld seine Kaufkraft verliert, werden die Zinssätze effektiv negativ und wenn wir es mit Leuten wie Mr. Bernanke zu tun haben, dann werden solche Anlagewerte wie Bauland, Rohstoffe, Kunst und Sammelstücke zu einem Wertbehälter und sie stellen deswegen eine erstrebenswerte Klasse von Anlagewerten dar.

Und damit will ich nur sagen, dass der Ausdruck Anlageklasse schlicht extrem schwer zu definieren ist und dass bestimmte Fähigkeiten zu einer Anlage werden, wohingegen sie zu anderen Zeiten wertlos sind.

Alles in allem gehe ich davon aus, dass in den nächsten Jahren die Erträge aus den Wertpapieren enttäuschend ausfallen werden (abgesehen von kurzfristigen Erholungsphasen), und das könnte dazu führen, dass andere Anlageklassen (ganz besonders die industriellen Rohstoffe) auch unter Druck geraten.

Wenn ich mich umsehe, dann finde ich es schwer irgendeinen Anlagewert ausfindig zu machen, der zu diesem Zeitpunkt besonders attraktiv wäre. Und daher bin ich doch froh - in Abwesenheit von irgendeiner Sache, die deutlich bessere Erträge liefert - dass ich noch physisches Gold ansammeln kann. In Demokratien, in denen die Führung Angst hat, die Bürger um Opfer zu bitten und in denen Gelddrucker in den Zentralbanken sitzen, wirkt Gold wie die einzige wahre Währung.

Quelle: GoldSeiten.de
 

Saisonale Trends im Goldbullenmarkt

18.08.2008
Die letzten Wochen waren sehr hart für Goldinvestoren. Mitte Juli lag der Kurs des Königs unter den Metallen bei 976 $, was nahe am nominellen Höchstkurs von 1005 $ Mitte März 2008 war. Seitdem fiel der Goldkurs bis auf 10,4% (101 $). Einige Tage dieses starken Abwärtstrends waren von starken Selloffs geprägt, einschließlich des Kurssturzes auf 2,2% am vergangenen Dienstag im Federal Reserve System (Zentralbanksystem der Vereinigten Staaten).

Wenn Sie den Goldkurs auf lange Sicht betrachten, wirkt er etwas entmutigend. Immerhin hat CNBC in dieser Woche wirklich behauptet, dass der globale Rohstoffbullenmarkt zu Ende sei. Auch wenn CNBC schon ein dutzend Mal in den letzten Jahren etwas voreilig das Ende dieser Bullenmärkte erklärte, ist das Elend in diesen Tagen kaum zu übertreffen. Der Goldbranche würde es nicht gut ergehen, wenn die rohstofffeindliche Finanzpresse Recht hätte.

Zum Glück hat sie nicht Recht. Die globalen Angebotsdefizite in der Rohstoffbranche, durch die jahrzehntelang die Infrastruktur vernachlässigt wurde, können nicht über Nacht weggezaubert werden. Es werden noch Jahrzehnte vergehen, bis man neue Erzlagerstätten findet, Genehmigungen einholt, die Minen freilegt und diese raren natürlichen Ressourcen dann auf den Markt bringt, um die wachsende globale Nachfrage zu befriedigen. Gold ist da keine Ausnahme, der Abbau von Gold ist in der Metallbranche am anspruchsvollsten und kompliziertesten.

Die kürzliche Goldflaute wurde von Schülern der Märkte vorausgesagt. Das war nichts Ungewöhnliches. Der Goldkurs ist von starken saisonalen Tendenzen geprägt und die Sommermonate sind die statistisch schwächste Zeit des Jahres. Vor nur einigen Wochen schrieb ich einen Essay über die Sommerflaute der Edelmetalle, der sich eingehend mit dieser Zeitspanne beschäftigt. Beim Goldkurs tut sich in den Sommermonaten nicht viel, außer, dass er sich in einem Seitwärtstrendkanal bewegt.

Viele Trader sind von der Saisonabhängigkeit des Goldkurses überrascht. Bei den weichen Rohstoffen ergibt das Sinn, wie zum Beispiel bei Weizen, wo Anbau und Ernte, demzufolge auch Knappheit und Überfluss, an die Himmelsmechanik gebunden sind, die unsere Jahreszeiten bestimmt. In ihrem Fall wird ein Großteil des Angebots im Herbst auf den Markt gebracht. Das beeinflusst natürlich ebenso den Preis.

Aber die Saisonabhängigkeit kann auch die Rohstoffe prägen, die das gesamte Jahr über ziemlich einheitlich produziert werden. In diesen Fällen ist es nicht das Angebot, das jahreszeitlich schwankt, sondern die Nachfrage. Wenn die Nachfrage sich auf bestimmte Zeiten des Kalenderjahres konzentriert, sind bestimmte Auswirkungen auf den Preis zu beobachten. Schneeschaufeln zum Beispiel können immer hergestellt werden, aber die Nachfrage (und der Preis, wenn die kapitalistischen Baumärkte den Preis der Nachfrage anpassen) steigt nur nach großen Schneestürmen.

Im Fall von Gold wird die Saisonabhängigkeit ausschließlich von der Investitionsnachfrage bestimmt. Sie beeinflusst den Goldpreis am stärksten. Es gibt Zeiten im Jahr, in denen Investoren sehr eilig Gold in verschiedenen Teilen der Erde kaufen, und Zeiten, in denen Investoren Gold nahezu vergessen. Diese Abschnitte der wechselnden Intensität der Goldnachfrage führen zu großen Preisschwankungen, die zu bestimmten Zeiten im Jahr auftreten.

Saisonale Einflüsse sind effektiv und handelbar, aber sie sind oft lediglich zweitrangig. Fachspezifische Extreme, die Gefühlsschwankungen hervorrufen (übertriebene Geldgier oder Furcht), berücksichtigen die Jahreszeiten meist nicht. Ich denke da an Saisons, wo jeweils andere Winde vorherrschen. Auch wenn Sie keinen Rückenwind benötigen, um mit ihrem Auto vorwärts zu kommen, ist er allerdings ganz nützlich beim Autofahren. Um die saisonalen Trends der säkularen Goldbullenmärkte darzustellen, habe ich jedes Jahr zwischen 2000 und 2008 indiziert. Der erste Börsenschlusskurs im Januar hat einen Wert von 100 und danach werden die Schlusskurse des restlichen Jahres indiziert. Durch die Indizierung kann man die Jahre abgesehen vom generell steigenden Goldkurs prozentual perfekt vergleichen.

Dann ermittelte ich den Durchschnitt jedes Jahresindexes und so ergab sich die blaue Linie in der folgenden Chart. Sie zeigt die Tendenz des Goldpreises seit dem Kalenderjahr 2000. Bestimmte Tage sind mit großen Punkten versehen, um klar das Verhältnis der aktuellen Zahlen zu den Linien zu zeigen, die diese Punkte verbinden. Ich bezog ebenso den Bereich der Standardabweichung mit ein, um zu zeigen, wie zerstreut die Zahlen sind.

Wenn man den Durchschnittswert von 10 und 90 oder 48 und 52 ermittelt, ist das Ergebnis 50. Aber als Spekulant denke ich, dass die Chancen für eine Wiederholung dieser Tendenz beim zweiten Zahlenpaar besser stehen. Je enger der gelbe Bereich der Standardabweichung, desto enger liegen die Daten beieinander. Ein schmaler gelber Bereich, egal in welcher Jahreszeit, bedeutet, dass eine bestimmte saisonale Tendenz eher nicht die Folge von ungewöhnlichen Extremen ist und sich wahrscheinlich wiederholen.


Das Erste, was Sie denken, wenn Sie diese Chart sehen, ist wahrscheinlich, dass der Goldkurs alles in allem steigt. Im gesamten Kalenderjahr ist er allgemein steigend. Das ist auch logisch, da diese saisonalen Tendenzen lediglich auf die Jahre seit 2000 anwendbar sind, da sich Gold seit jenem Jahr in einem starken säkularen Bullenmarkt befindet. Auch wenn Bullenmärkte gut oder schlecht laufen können, der Kurs steigt und dann Korrekturen vorgenommen werden, führen sie mit der Zeit zu höheren Preisen.

Der Goldkurs hat sich in den ersten zwei Dritteln des Kalenderjahres in einem klaren Aufwärtstrendkanal bewegt. Der Verlauf ist durch die vier Schnittpunkte mit dem Support und den drei mit der Resistance klar definiert. Wie mit jedem anderen Aufwärtstrend können Trader auch mit dieser Tendenz Gewinne erzielen. Durch die saisonalen Rückenwinde werden die Goldpreise in die Höhe getrieben, wenn der Kurs nahe des Supports ist und nach unten getrieben, wenn er nahe der Resistance liegt.

Ungeachtet dessen, welche primären Handelsindikatoren man benutzt, ist es immer klug, die jeweiligen Saisons zu bedenken, bevor man an der Börse handelt. Im Idealfall ergänzen sich Ihre primären und sekundären Indikatoren, was Ihnen bessere Chancen für einen erfolgreichen Börsenhandel eröffnet.

Während dieses saisonalen Aufwärtstrends findet eine Markterholung von Mitte März bis Ende Mai statt. Seit dem Jahr 2000 tendiert der Goldkurs dazu, in dieser kurzen Spanne anzusteigen. Leider gab es diese saisonale Tendenz im Jahr 2008 nicht, wie Sie sich sicherlich erinnern können. Von Mitte März bis Ende Mai fiel der Goldkurs in diesem Jahr um 12%.

Die Ereignisse im Frühling 2008 sind ein abschreckendes Beispiel für eine zu intensive Interpretation in die Saisonabhängigkeit. Übertriebene Geldgier oder Furcht können die saisonalen Tendenzen überwältigen. Gehen Sie einmal mehr auf Nummer sicher, dass Sie die Jahreszeiten nur als sekundären Handelsindikator benutzen. Auch wenn sie helfen, den Verlauf des Preises zu bestimmen, bietet die Wahrscheinlichkeitstabelle noch eine Menge Raum für Veränderung.

Nach der üblichen Markterholung im Frühling stellt der Sommer mit Abstand die schwächste Zeit im Jahr für die Metallbranche dar. In dem oberen Chart sehen Sie, wie sich der Goldkurs im Juni, Juli und August lediglich in einem Seitwärtskanal befindet. Wenn Sie sich für dieses Thema näher interessieren, sollten Sie meinen vor kurzem verfassten Essay über die Sommerflaute der Edelmetalle lesen. Der beste Weg, die Sommerflaute des Goldkurses zu überstehen, ist es, nicht allzu viel zu erwarten.

Wenn Sie die Sommerflaute dann wirklich überstehen, wartet die Belohung im Herbst auf Sie. Die Herbstmonate sind bei weitem die stärkste Zeit des Jahres, in der man die Saisonabhängigkeit von Gold erkennt. Von Anfang August (also jetzt!) bis Anfang Februar erholt sich der Goldkurs im Durchschnitt um 14,0%. In dieser Jahreszeit wird ein Großteil der Gewinne des Goldbullenmarktes erzielt. Also handeln Sie von August bis Februar mit Gold!

Diese starke Markterholung im Herbst nimmt Ende August an Geschwindigkeit zu und der Goldkurs liegt ab Mitte September über seiner saisonalen Resistance. Während die Eröffnung von Kaufpositionen im August optimal ist, nimmt der Kurs Anfang Oktober erneut für kurze Zeit ab. In dieser Zeit haben Unentschlossene die letzte Chance, zu kaufen. Danach steigt er ohne Pause einfach weiter bis Anfang Februar. Die saisonale Kraft von Gold in dieser Zeit ist einfach überwältigend.

Aber warum? Warum ist die Zeit zwischen August und Februar so besonders? Da der Goldzuwachs über das ganze Jahr relativ konstant ist, muss es ein Nachfragephänomen sein, das die Markterholung im Herbst hervorruft. Die Investitionsnachfrage nach Gold ist zwischen August und Februar viel stärker als im restlichen Jahr. Und das ist tatsächlich auch der Fall, da eine Menge kulturelle Faktoren eine Zunahme im Goldkauf hervorrufen.

Ende August oder Anfang September beginnt die Ernte in Asien. Ein Großteil Asiens (ganz Kontinentalasien) befindet sich auf der Nordhalbkugel, demnach erleben die Asiaten die gleichen siderischen Jahreszeiten wie die Amerikaner. Die asiatischen Bauern ernten also ihr Getreide zur selben Zeit wie die amerikanischen Bauern.

Gold ist die ultimative Art des Sparens. Es hat bis jetzt jede gescheiterte Regierung und jedes Währungssystem überlebt und bewahrt bis heute seinen immanenten Wert. Gold wird auch in Zukunft jede Regierung und Währung auf diesem Planeten überleben. Sie können ein Vermögen mit Goldoptionen machen. Das ist auch effektiv in Ländern mit einer instabileren Politik, wie wir sie erleben, wie zum Beispiel in ganz Asien.

Die wachsende Nachfrage nach Gold Ende August und September, die die Preise in die Höhe schießen lässt, ist meistens die Folge der Herbstkäufe. Getreide wird für bares Geld verkauft und einige Teile dieses Geldes, die nicht direkt für laufende Kosten gebraucht werden, werden für materielle Goldrücklagen verwendet. Es ist zu schade, dass die Amerikaner nicht schlau genug sind, zu sparen (weniger Geld ausgeben, als man verdient) und ein Vermögen abgesehen vom angeschlagenen US Dollar in Gold zu investieren.

Die schlauen und besonnenen Asiaten, die schon zahllose gescheiterte Regierungen und Währungen über Jahrtausende überlebt haben, empfinden eine tiefe kulturelle Verbundenheit für Gold. Diese Affinität geht nach der Ernte in der indischen Heiratssaison weiter. Dieses faszinierende, kulturelle Phänomen erreicht seinen Höhepunkt zwischen Anfang Oktober und Ende November und ist verantwortlich für die Markterholung in jenen Monaten.

In Indien sind Hochzeiten ein großes Geschäft. Die meisten Ehen sind arrangiert und die Paare werden meist auf Festen im Herbst, wie das Diwali (hinduistisches Lichterfest) verheiratet. Die Hindus glauben daran, dass eine Hochzeit während der Festsaison Glück, ein langes Leben, Fröhlichkeit und eine erfolgreiche Ehe bringt. Die Familien indischer Bräute schenken ihnen Gold in Form von aufwändig verarbeitetem, 22-karätigem Goldschmuck. Das dient nicht nur zur Zierde der Braut, sondern der Wert des Goldes sichert auch ihre finanzielle Zukunft und ihre finanzielle Unabhängigkeit von der Familie ihres Mannes.

Indien ist der weltgrößte Goldkonsument. Ein Großteil dieses Goldes ist Schmuck, aber die Inder trennen Goldschmuck und Goldinvestment nicht, wie wir es tun. In Indien ist das ein und dasselbe. Viele denken, dass die Mitgiften der Brautfamilien nicht sehr wertvoll sind, aber sie beeinflussen die saisonale Investitionsnachfrage nach Gold auf diesem Planeten am meisten. Ungefähr 40% der gesamten, jährlichen Goldnachfrage in Indien entsteht in der kurzen Heiratssaison im Herbst!

Manchmal wundert sich die westliche Welt darüber, aber dennoch sind wir gar nicht so unterschiedlich. Am Ende der indischen Heiratssaison wächst die Goldnachfrage in der westlichen Welt durch die Weihnachtseinkäufe. Ein weiterer Teil des Vermögens der westlichen Welt, auch wenn nicht die Mehrheit, wird zwischen Thanksgiving und Weihnachten ausgegeben. Ein Teil dieses Geldes fließt in die Schmuckindustrie in Geschenke für Ehefrauen, Freundinnen, Töchter und Mütter. Demnach konzentriert sich die westliche Goldschmucknachfrage saisonal auf eine kurze Zeitspanne, hauptsächlich Dezember.

Sie denken sicherlich, dass die Goldinvestitionsnachfrage nach der Erntesaison in Asien, der indischen Heiratssaison und den westlichen Urlaubseinkäufen, dramatisch abnimmt. Das ist dennoch nicht der Fall. Ein weiteres Ereignis beeinflusst die globale Investitionsnachfrage nach Gold: das chinesische Neujahrsfest. Der chinesische Kalender ist stark vom Mondzyklus beeinflusst, deshalb feiern die Chinesen ihr Neujahr zwischen Ende Januar und Mitte Februar nach unserem westlichen Kalender.

Gold hat im chinesischen Mythos eine große Bedeutung. Es ist zum Beispiel ein beliebtes Material, aus dem ein Yuan Bao gemacht wird. Es symbolisiert Geld und Reichtum und ist wie ein Goldbarren geformt, der im alten China als Standardzahlungsmittel verwendet wurde. Mit Gold werden die Häuser für Feste dekoriert, Gold wird aber auch verschenkt. Dadurch ist die Goldnachfrage in China sehr hoch.

Ich nehme ebenso an, dass die Chinesen am Ende ihres Jahres (für uns Januar) ihr übrig gebliebenes Geld in Gold investieren. Im Westen machen wir viele Investitionsentscheidungen am Ende unseres Jahres, da wir dann wissen, wie viel Geld wir gemacht haben, wie viel Steuern wir bezahlen müssen und wie viel Geld wir sparen und investieren können. Durch das chinesische Neujahrsfest und die Goldkäufe in China am Ende des Jahres bleibt der Goldkurs bis Anfang Februar weiterhin steigend.

Wie Sie also sehen können, ist die Goldmarkterholung zwischen August und Februar recht logisch. Über diese Zeit hinweg wirken verschiedene kulturelle Gründe zusammen, die einen Anstieg des Goldkurses durch eine über einen langen Zeitraum andauernde Investitionsnachfrage hervorrufen. In diesen Monaten haben die wichtigsten Goldkonsumenten immer einen Grund, Gold zu kaufen. Einem indischen Vater, der seine geliebte Tochter unter die Haube bringt, wird es sicherlich egal sein, ob die Geschäfte des Jahres gut liefen oder nicht. Er wird ihr auf jeden Fall Gold kaufen.

Trader täten gut daran, Gold und andere Edelmetalle zwischen August und Februar zu kaufen. Nahezu alle Gewinne des Goldbullenmarktes wurden in dieser Zeit der intensiven Investitionsnachfrage erzielt. Die optimale Zeit, Gold zu kaufen, ist trotzdem sehr anspruchsvoll für die Psyche. Investoren und Spekulanten müssen gute Nerven besitzen, wenn sie im August in Zeiten der Sommerflaute Goldpositionen kaufen. Sie müssen sich selbst zum Kaufen zwingen, wenn sie am wenigsten kaufen wollen.

Die folgende Chart zeigt die monatlichen saisonalen Trends der Goldbullenmärkte. Auch wenn es komisch ist, den Goldpreisverlauf in Monaten darzustellen (Trends beginnen oder enden selten am ersten oder 31sten des Monats), ist es dennoch interessant. Dieser Versuch zeigt, in welchen Kalendermonaten der Goldkurs am stärksten ist. Es ist nicht überraschend, dass er während der Markterholung im Herbst am stärksten ist.

 

Wenn der Goldkurs durchschnittlich um 2% pro Kalendermonat steigt, kann man diesen Monat als einen starken Monat bezeichnen. Einen schwachen Monat definiere ich hingegen, wenn der Kurs 1% unter dem Durchschnitt liegt. Diese Asymmetrie existiert, weil wir uns in einem säkularen Bullenmarkt befinden, wo die Preise generell steigen. Die selben fünf optimalen saisonalen Zeiten, um Gold zu kaufen, die in der ersten Chart dargestellt sind, werden hier wiederholt zum Vergleich wiedergegeben. Anfang August ist die beste Zeit für Investitionen.

Das kommt daher, da der stärkste Monat des Jahres in diesem Bullenmarkt meistens der September ist. Der Goldkurs steigt in jenem Monat durchschnittlich um 3,5%. Das wirkt vielleicht nicht beeindruckend, aber das ist wirklich gut für Gold. Wenn 150.000 Tonnen Gold auf der Welt abgebaut wurden, ist der Über-Tage-Goldbestand 4,3 Trillionen Dollar wert, was 900 $ pro Unze bedeutet. Schon eine einprozentige Veränderung des Goldkurses bedeutet eine Beeinflussung des Vermögens in Billionenhöhe. Diese saisonalen Zahlen sind natürlich lediglich Durchschnittswerte.

Von September bis Oktober bleibt der Goldkurs während der mehrwöchigen Flaute zwischen der asiatischen Ernte und der indischen Heiratssaison stabil. Dann nimmt der Goldkurs von Ende Oktober bis November erneut zu. Mit einem durchschnittlichen monatlichen Gewinn von 2,5% ist der November der zweitstärkste Monat für den Goldkurs. Nummer drei folgt zugleich, der Monat Dezember mit einem durchschnittlichen Gewinn von 2,2%. Auf dem vierten Platz liegt Monat Januar mit 1,9%.

Von den sechs Monaten zwischen Anfang August und Anfang Februar, der starken saisonalen Markterholung im Herbst, sind komplette vier Monate die stärksten für den Goldkurs. Wenn Sie unbedingt im September, November, Dezember und Januar in Gold investieren wollen, sind die steigenden Preise durch die saisonale Nachfrage sehr verlockend.

Zur Zeit ist es wirklich sehr spannend auf den Märkten, seit wir an der Schwelle zu Golds größter saisonalen Markterholung des Jahres stehen. Aber vergessen Sie nicht, dass die saisonale Tendenz nur ein Rückwind ist, ein sekundärer Indikator. Wenn es heute einen Überhang an Kaufpositionen geben würde und die Trader geldgierig sind, könnten die haussierenden saisonalen Trends einfach außer Kraft gesetzt werden. Aber zum Glück ist der Markt nicht überkauft, sondern das Gegenteil ist eingetreten. Der Goldmarkt ist heute überverkauft und es herrscht eine furchtbare Stimmung. Übertriebene Furcht und Frustration zusammen ergeben eine explosive Mischung.

Ich habe kürzlich über diese haussierenden Gold-, Silber-, und Edelmetallaktien in unseren anerkannten monatlichen und wöchentlichen Newslettern. Wir haben bereits begonnen, neue Edelmetallpositionen zu eröffnen. Der übertriebene Verkauf in dieser Woche hat eine Kaufgelegenheit mit sehr hohem Potential erschaffen, die wir ausschöpfen. Wenn Sie wissen wollen, wie genau wir das tun und erfolgreich an der Börse handeln wollen, abonnieren Sie noch heute!

Im Endeffekt schwankt der Goldkurs saisonal sehr stark. Auch wenn Gold nicht wie Weizen angebaut wird, wird die Goldinvestitionsnachfrage vom Kalender auf der ganzen Welt geprägt, was einen direkten Einfluss auf den Goldkurs hat. Gold ist in verschiedenen Kulturen der Welt von großer Bedeutung und die verschiedenen Bräuche rufen eine saisonale Schwankung der Goldnachfrage hervor.

Selbstverständlich sollten Investoren und Spekulanten diese saisonalen Tendenzen ausnutzen. Die beste Zeit, Gold und andere Edelmetalle zu kaufen, ist genau jetzt. Von August bis Februar findet die größte saisonale Markterholung des Jahres statt. In dieser Zeitspanne wurde der Hauptanteil der bisherigen Bullenmarktgewinne erzielt.

Quelle: goldseiten.de

 

Der Gold-Crash

18.08.2008
Gold im freien Fall und die anderen Rohstoffmärkte auch. Goldpreis seit März - 25%. Was steckt dahinter? Physische Nachfrage immer noch hoch.

Von Zeit zu Zeit lösen sich Kursentwicklungen von fundamentalen Rahmenbedingungen. Das sieht man insbesondere bei der Preisbildung von Edelmetallen. Diese scheinen tatsächlich eher von der Terminbörse bestimmt zu sein als von der Realität.

Und diese sieht immer mehr danach aus, als wenn immer mehr Menschen Gold kaufen: In Münzen, in Barren, oder als Zertifikate.

Allein Xetra Gold verzeichnet stetig steigende Umsätze. Aber auch die Händler auf der Straße haben viel zu tun. Und das nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt.

So berichtet einer der größten Goldhändler in Großbritannien, dass die Leute teils in langen Schlangen bis auf der Straße gestanden hätten, um das Edelmetall zu kaufen. Auf Jahresbasis ist der Verkauf von Goldmünzen in GB um 81% gestiegen. In dieser Zahl spiegelt sich nur das sog. Strassengeschäft, also nicht die Käufe professioneller Kunden.

Der Goldhändler ATS Bullion meldet sogar, dass sich seine Umsätze verdoppelt hätten. Und Bullion Vault, einer der größten in GB, berichtet über eine Verdoppelung der Verkäufe von Goldbarren. Im zurückliegenden Jahr seien hier immerhin 7,5 Tonnen Gold über die Theke gegangen.

Die Mainstream Medien dagegen berichten das Gegenteil. So meint n-tv beispielsweise, die Anleger würden umschichten. Unter dem Titel "Anleger schichten um textet der Autor das blaue vom Himmel, locker aus den Presseagenturen übernommen. Anleger verabschiedeten sich vom Rohstoffboom und kauften Dollar, heißt es da. Dies wurde allerdings wohl einfach nur nachgeplappert, eine andere Erklärung kann es nicht geben. Doch auch andere Medien blasen ins gleiche Horn. Mit der Realität hat es gleichwohl nichts zu tun.

Lesen Sie die ausführliche Analyse bei www.mmnews.de

Quelle: goldseiten.de

 

Alles vorbei bei Öl und Gold?

01.08.2008
Am Montag sagte Ex-US-Finanzminister Lawrence Summers in einem Interview sinngemäß: "In der Wirtschaft dauert es eine Ewigkeit, bis Entwicklungen, mit denen alle rechnen und auf die alle warten, endlich eintreten. Ist es dann aber soweit, sind alle überrascht, wie schnell sie verlaufen."

Bezeichnend und wahr. Wie lange haben die nüchtern und neutral analysierenden Experten bereits vor einem Abrutschen der USA in die rezessive Zone gewarnt ... und nun, nachdem man noch im April/Mai letztmals dachte, es sei wieder alles in Butter, geht es nun bergab mit Konsum und Arbeitsmarkt und dafür aufwärts mit der Inflation.

Und, auf der anderen Seite der Medaille: Wie lange habe ich gebetsmühlenartig die Rallye der Energiepreise verdammt und sie nicht nur als fatal für jedwede Chance auf eine Bodenbildung beim weltweiten Abstieg aus der Wachstumszone gesehen, sondern auch aufgrund sinkender Nachfrage als schlichtweg ökonomisch falsch. Es dauerte Monate, bis diese ewig scheinende Hausse ihr Ende fand. Und nun ist es gerade einmal 15 Tage her, dass der Ölpreis um 147 Dollar ein Allzeithoch markierte und schon ringen wir mit der Zone 120/122 Dollar.


Und auf einmal soll die Nachfrage die Preise machen

Nun stellt sich mir allerdings die Frage, was dieser Kursrutsch taugt. Immerhin hat uns ja gerade die allerjüngste Vergangenheit gelehrt, dass die Kurse auch gegen die Faktenlage laufen können, gerade im Öl, wo die Relation von Angebot und Nachfrage für die Preisbildung ja sehr relativ ist. Denn was bei der Diskussion über das "korrekte" Preisniveau immer ignoriert wurde:

Rohöl und Erdgas, Benzin und Diesel sind keine Rohstoffe, denen man einfach den Rücken kehren kann, wenn einem der Preis zu hoch wird. Was bedeutet, dass die Nachfrage hier bis auf geringe Prozentsätze eben nicht so einfach einbrechen kann, weil die Energie unerschwinglich wird. Man muss akzeptieren, was die Märkte als Preis diktieren, sonst gehen die Lichter aus. Und dass diese Kurse weniger vom Spot- denn vom Futuresmarkt dominiert werden und die Akteure dort keineswegs alle wirklich diese Rohstoffe haben wollen zeigt, dass die Preise hier eben nicht so unmittelbar von Angebot und Nachfrage gesteuert werden. In diesem Zusammenhang meldete die Chicagoer Terminbörse vor zwei Wochen, dass ca. 70% der Futures-Kontrakte von Spekulanten gehalten werden.

Was tun diese Spekulanten nun? Auf einmal scheint blitzschnell alles anders geworden zu sein. Alles scheint aus den Energierohstoffen und den Edelmetallen heraus- und in den Aktienmarkt hinein zu wandern. Aber ist das wirklich so? Wie viel Kapital bleibt an den Seitenlinien in Bereitschaft? Der Aktienmarkt ist nicht ansatzweise so deutlich gestiegen wie man hätte vermuten können. Denn immerhin hatte zuletzt alles nur noch auf den Ölpreis gestarrt wie ein Kaninchen auf die Schlange.

Doch dieser blitzschnelle Kursrutsch führte nicht zu einer kompletten Absolution. Im Gegenteil wurde vielen Akteuren schnell bewusst: Die Energiepreise sind ein entscheidender Faktor, keine Frage. Ohne Ölpreise um - oder besser unter - 100 Dollar haben die USA keine Chance, zu einem ECHTEN Wachstum zurück zu kehren (also nicht zum Wachstum in den Daten der US-Regierung, denn die suggerieren ja immer noch ein "alles bestens"). Aber erstens IST der Ölpreis noch nicht bei oder unter 100 Dollar und zweitens haben wir bis dahin ja noch die anderen Probleme ... und egal, ob Inflation, Kredit- oder Immobilienkrise: Bis jetzt wurde viel geredet, viel beschönigt und nichts gelöst. Eine Wende hin zu gesundem Wachstum ist so schnell einfach nicht zu erreichen. Und sollten die Energiepreise sogar wieder steigen, erst recht nicht.


Der typische Strom der Lemminge funktioniert in beide Richtungen

Könnten sie das? Warum nicht! Wie gesagt, die Erfahrungen der letzten Monate haben uns ja bewiesen, dass die grundsätzliche Entwicklung von Angebot und Nachfrage gerade in diesen Bereichen - vergleichbar auch Grundnahrungsmitteln, die nicht durch alternative Produkte ersetzt werden können - nicht zwingend auf die kurzfristige Preisbildung wirken. Und:

In meinen Augen ist es keineswegs die Einsicht, dass hohe Energiepreise wirtschaftlich "falsch" sind, welche die Akteure aus den Energie-Positionen heraus getrieben hat, sondern schlicht Stop-Loss-Verkäufe und Umschichtungen in die Aktien in der Hoffnung, dass dort nun mehr zu holen sei. Früher gab es derartige Ströme in volatilen Börsenphasen regelmäßig nur zwischen Aktien- und Anleihemarkt. Aber ich würde mich nicht wundern, wenn es hier nun ähnlich verliefe wie dort: Die Masse stieg kurz vor einem Zwischentief aus Aktien aus, um an einem Zwischenhoch der Anleihen dorthin zu wechseln ... nur, um mit entsprechenden Verlusten kurz vor dem Ende einer Aktienrallye, die zum erneuten Wechsel lockte, wieder in die Aktien einzusteigen und direkt in den nächste Verkaufswelle hinein zu laufen.

Momentan ist das Momentum bei Öl, Gas, Benzin ebenso wie bei den parallel laufenden Edelmetallen wie Gold und Silber in negativem Terrain. Die meisten Trader - auch und gerade die großen Hedge Funds - gehen demnach in diesen Märkten Short. Aber das ist eben keineswegs innere Überzeugung, sondern schlichte Markttechnik, die hier regiert. Und das könnte sich ebenso schnell wieder umkehren, wie dieser Kurssturz kam, denn:

Das Momentum der meisten Aktienmärkte ist gerade mal so eben aus überverkauftem Terrain in den neutralen Bereich vorgedrungen, aber per saldo noch nicht bullish. Ich meine, dass nur erneut deutlich fallende Energiepreise oder aber sehr starke neue Konjunkturdaten, die glaubwürdig und gut genug sind, um hinreichend vielen Akteuren die "Wende von ganz alleine" vorzugaukeln, imstande wären, hier einen erneuten bullishen Impuls auszulösen, der die Aktienmärkte so weit nach vorne treibt, dass auch noch die momentan in Bereitschaft liegenden Barbestände dort eingesetzt werden. Gelingt dies aber nicht, stellt sich natürlich für viele große Adressen die Frage: Wohin mit dem Geld?

Und sollten die Aktienmärkte nicht deutlicher an Attraktivität gewinnen ... ich würde mich nicht wundern, wenn wir schnell wieder Ölpreise von 130/132 oder sogar höher sehen ... und auch einen neuen Aufwärtsimpuls bei Gold und Silber. Natürlich fällt es schwer, sich dieses Szenario vorzustellen, solange die Kurse das Gegenteil tun. Aber:

Was spräche momentan für steigende Öl- und Goldpreise?

Zum einen bedingen die Kurse bei Öl und Aktien einander, zum anderen bewirkt das, dass sich ein einmal eingeschlagener Kurs verstärkt. D.h. wenn die Aktienmärkte nun NICHT weiter zulegen, werden Energie und Edelmetalle wieder attraktiver ... und das bedingt erst recht, dass die Aktien wieder fallen und so noch unattraktiver werden. Als möglicher "Anschieber" einer solchen Entwicklung kann die chart- und markttechnische Situation bei Rohöl und Gold dienen. Dazu die Charts (Stand 30.07. 17:00 Uhr):

Im Bereich 120/122 Dollar hat Rohöl (hier Nordsee-Brent) charttechnische Unterstützung in Form der Juni-Tiefs und des steileren der beiden momentan relevanten Aufwärtstrendkanäle (rot eingezeichnet). Zugleich haben das Momentum und die Stochastik ein derart tiefes Niveau erreicht, dass es zum Eindecken von Shortpositionen lockt.



Kommt hier ein erster Impuls, möglicherweise heute schon durch die wöchentlichen Öl-Lagerbestandsdaten aus den USA angestoßen, könnte sich das Ganze schnell wieder zu einem Selbstläufer nach oben auswachsen. Immerhin waren noch vor zwei Wochen scheinbar alle der Ansicht, Öl und Benzin sei knapp, das Angebot zu gering und Kurse von 200 Dollar pro Barrel am Jahresende möglich. 14 Tage später redet man von Ölpreisen bei 80 Dollar und einem Angebotsüberhang. Die festen Überzeugungen drehen fast schneller als die Kurse selbst. Und das geht eben auch in die andere Richtung, zumal:

Schließlich sind wir mitten in der Zeitzone, in der Jahr für Jahr die stereotypen Argumente "Reisesaison" und "Hurrikans" Argumente für Bullen liefern. Und eine Kapazitätsauslastung der US-Raffinerien von nur 87,2% wie heute gemeldet liegt nicht daran, dass die anderen 22,8% nicht benötigt würden ... ein Großteil dieser brach liegenden Kapazitäten ist aufgrund der Überalterung der Anlagen schlicht nicht einsetzbar. Auch ein Argument, das blitzschnell wie Kai aus der Kiste hüpfen kann, sollte der Ölpreis nun nur eine technisch zu erwartende Gegenbewegung starten.

Das haben momentan wenige auf der Rechnung. Chicago meldet die höchsten offenen Shortpositionen in den Öl-Futures seit Monaten. Und wenn wir uns überlegen, dass dieser kräftige Kurssturz auch unter anderem deshalb so heftig war, weil bis 135 Dollar ohnehin noch jeder an eine sofortige Wende nebst Rallye an oder über 150 glaubte und deshalb viele erst reagierten, als der Kurs unter 135 bzw. 132 Dollar fiel ... warum sollte das nicht auch in die Gegenrichtung möglich sein?


Gold in hautenger Bindung zum Öl

Und sobald Öl wieder über 130 Dollar liegt, hat auch Gold wieder seine Chance. Der Kurs fiel ja in den vergangenen sieben Handelstagen in der Spitze um 80 Dollar - bedingt durch den Run der Lemminge in den Aktienmarkt und das fallende Öl. Und er zeigt damit, dass erstaunlich viele Akteure zumindest hier auf einmal relativ wenig Angst zu haben scheinen, dass sich das Bild bei Öl und Aktien genauso schnell wieder verdüstert wie es sich zuletzt aufgehellt zu haben schien.

Momentan notiert Gold an seinem mittelfristigen Aufwärtstrend und nur wenige Dollar oberhalb des 20 Tage-Durchschnitts. Das KANN - wenn Öl wieder zulegen sollte - eine Basis für einen erneuten Aufwärtsimpuls werden. Wenn nicht, sollte aber spätestens in der Unterstützungszone um 845 Dollar erst mal Schluss sein. Denn die Vollendung eines größeren Doppeltops durch den Rutsch unter 845 Dollar kann ich mir in diesem momentanen Umfeld nicht vorstellen.


Der einzige Aspekt, dem ich hier keine wichtige Rolle zumesse, ist der Dollar. Er wird zwar immer als Argument für steigende oder fallende Öl- und Goldpreise angeführt und mittelfristig ist das auch meist korrekt. Doch kurzfristig sind hier keine eigenen Impulse gegeben, die die Relation Euro zu Dollar oder Dollar zu Yen nachhaltig bewegen würden. Und dementsprechend dient er momentan meist nur als Alibi. So z.B. heute kurz nach 11 Uhr, als zuerst das Gold fiel ... und der Euro/Dollar-Kurs sich als „Alibi“ erst 10-20 Minuten später nennenswert nach unten in Bewegung setzte ... und es dann hieß, Gold falle, weil Euro/Dollar fiele.

Natürlich werden all diejenigen, die gerade erst in Öl und Gold auf Short und bei Aktien auf Long gedreht haben, gegen alle Argumente verbissen versuchen, diese Positionen zu verteidigen und nicht schon wieder mit Verlusten drehen zu müssen. Aber um Lawrence Summers wieder ins Spiel zu bringen: Erst wundert man sich, dass nichts passiert ... und passiert es dann doch, geht es auf einmal blitzschnell. Lassen wir uns mal überraschen!

Quelle: goldseiten.de

 

Silber-Euphorie

01.08.2008
Diese Woche haben wir einen Blick zurück auf die letzte Ausgabe des Morgan Reports geworfen und uns dafür entschieden, eine Antwort, die wir von einem unserer Abonnenten bekamen, abzudrucken. Es scheint so, als ob viele, uns eingeschlossen, stark enttäuscht darüber sind, was sich im Junior-Mining-Sektor abspielt. Wir sind überzeugt, dass wir noch weit von Ende dieses großen Bullenmarktes entfernt sind, aber wir befinden uns immer noch in der skeptischen Phase befinden, in der viele der Meinung sind, Minenaktien und besonders Junior-Minen-Aktien wären durch.

Vor einigen Monaten schon erreichte mich die folgende Anfrage - Abonnenten haben freien Zugang zum Bereich "Members only":


Lieber Herr Morgan:

Herzlichen Glückwunsch für den großartigen März-Call. Gold ist zwar nicht über die Maßen gefallen, die Junior-Aktien aber auf jeden Fall! Vor 12-18 Monaten sagten sie, dass gerade die großen Aktien in der zweiten Phase des Bullenmarktes unwahrscheinlich zulegen werden und dass erst in der letzten Phase des Edelmetall-Bullenmarkts die Juniors ihren großen Auftritt haben.

Damals konnte ich ihnen nicht ganz glauben, da ich ja so etwas nie zuvor erlebt habe. Haben in den späten 70iger Jahren, in eben dieser Periode des Bullenmarkts, ähnliche Marktbedingungen vorgeherrscht? Wenn es so war, wie lange haben diese Bedingungen angehalten? Was würden sie jenen Abonnenten vorschlagen, die ihnen vor 12 Monaten nicht vollsten Glauben schenkten und in Junior-Aktien investierten?

Dass sich noch ein solches Szenario einstellen würde, war damals vor 18 Monaten, als die Juniors weit oben flogen, schwer vorherzusehen und zu glauben. Wie dem auch sei, ich danke Ihnen für Ihre Warnungen.



Antwort des Herausgebers auf Teil A:

Lassen sie mich ein wenig deutlicher werden: Erstens, der Junior-Markt läuft gut in den Anfangsphasen neuer Bullenmärkte. Das ist so ziemlich selbsterklärend. Viel Firmen, die es verdienten und viele, die es nicht verdienten, stiegen während der ersten großen Aufwärtsbewegung im Edelmetall-Bullenmarkt unwahrscheinlich an. Ich will jedoch auch deutlich sagen, dass man hier immer Ausnahmen finden kann; wir reden aber über die allgemeine Situation. Der Bullenmarkt ähnelte dem der 1970er Jahre, worüber ich schon in der Vergangenheit geschrieben habe. Sobald wir in die optimistische Phase dieses Marktes gelangen, deren Anfang ich hier und jetzt in einem Zeitrahmen von August bis September prognostiziere, werden die Junior-Aktien munter.

Allerdings ist einigen Junior-Minengesellschaften das Geld ausgegangen und/ oder sie haben aufgegeben. Gegen Ende des Zyklus, in den wir gerade übergehen, stehen wir vor einer der lukrativsten und auch gefährlichsten Marktphasen - der euphorischen Phase. Dann wird der Junior-Markt komplett fliegen. Der Grund dafür ist psychologisch - Menschen lieben billige Aktien und viele der besten Gesellschaften im Sektor werden dann für über 50 $ pro Aktie gehandelt werden und viele auch weit darüber. Diejenigen, die zu spät zum Zug gekommen sind, werden Aktien aufgrund der sie umgebenden "Story" und auch des Preises wegen kaufen.

Während dieser euphorisch-manischen Phase ist es möglich, dass Pfennigaktien von einem Aktienpreis von unter einem Dollar auf 10 $, 20 $ und selbst 30 $ pro Aktie steigen. Das ist die Ausnahme, nicht die Regel, aber generell ist der Junior-Markt so klein und die Menge derer, die in den Markt strömen so groß, dass fast alle "billigen" Minenaktien nach oben gedrückt werden.

Dann kommt es aber vor allem darauf an, nicht zu gierig zu sein und die Gewinne zur richtigen Zeit einzustecken - gehen sie nicht davon aus, dass sie exakt bei den Höchstständen verkaufen können. Schon immer habe ich darauf verwiesen - und gerade jenen, die am Futures-Markt handeln, habe ich es empfohlen: Es ist immer besser, in einer Periode der Stärke zu verkaufen. Die Euphorie dauert nur für sehr kurze Zeit an, normalerweise nicht mehr als einige Wochen. Zu dieser Zeit wird es für mich nicht nur schwer, objektiv zu bleiben, sondern auch schwer, mit den ganzen E-Mails fertig zu werden, die mich erreichen und in den steht, ich würde falsch liegen, da der Markt diesmal "anders tickt" - und dann ich bin zum Verräter geworden, weil ich den Verkauf der Aktien vorschlage. Ich bin jedoch bestens vorbereitet und habe vor, mein Bestmögliches zu geben - ganz gleich, wie stark ich unter Beschuss gerate, wenn wir oben sind. Ich gehe immer noch davon aus, dass wir das endgültige Top im Zeitraum von 2010-2012 erreichen werden, was sich jedoch ändern kann, je näher wir kommen.

Quelle: goldseiten.de


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Editorial

 

         

 

Wer kümmert sich für Sie, wenn nicht Sie selbst!

Der Welt hat in den letzten Jahren extreme Veränderungen erlebt, die bei allen Ländern und Unternehmen zu fühlen sind und auch uns haben sie getroffen. Und was ist der Grund für diese Änderungen? In den meisten Fällen is dass der Wunsch nach raschen Gewinnen, der Wunsch nach Macht und die großen Wünsche Geld verschwenden. Kurzfristige Ziele und Interessen herrschen über langfristigen. Heute ist eine solche Situation, dass die Länder der Welt die Sparkassen und Unternehmen durch weitere Kredite retten wollen, und das übersteigt oft ihre Fähigkeit. Die Auswirkungen von Rettungs-Paketen sind auf den Minimum. Fast die gesamte Wirtschaft ist in dem Stockung und wir wissen nicht, wie lange wird das dauern. Wir hoffen, dass so kurz wie möglich und dass alles bald wieder zurück auf seinen Platz ist. Und wird es sein? Und wann? Der Welt steht vor der größten Herausforderungen in der Geschichte der Menschheit. Wir müssen den Klimawandel stoppen, in den entwickelten Ländern müssen wir sich mit der Alterung der Bevölkerung konfrontieren, außerdem müssen wir uns mit steigenden Kosten der Gesundheitskassen und übermäßigen Schulden der Ländern, Geschäften und Population konfrontieren. So eine kritische Situation gab es in der Welt noch nie! Aber jede Medaille hat zwei Seiten. Auf dem Kongress wollen wir Ihnen die reale Situation vorstellen, Sie warnen von Risiken und auch Ihnen zeigen auf welcher Art und Weise, können Sie sich um sich selbst kümmern. Die Ländern werden ihre Schulden und Schuldigkeiten durch die Erhöhung der Steuern, der Bewertung des Geldes (Inflation) oder durch die Übertragung der finanziellen Belastung direkt an die Bürger, retten. Daher sollten Sie bereits beginnen, sich Sorgen zu machen wie Sie sich um sich selbst kümmern werdet und einen realen Reichtum schaffen, der nicht auf künstlichen Standard oder Krediten basiert, sondern aud einem realen und auch auf realen Werten. Die meisten Menschen denken, dass das nicht möglich ist! Ist es wirklich nicht?

Mit den Vorträgen von in-und ausländischen Experten, wollen wir die gegenwärtige Situation und Perspektiven für die Zukunft vorstellen. Die Teilnahme hatte ein bekannter Finanzenxpert Dr. Marc Faber bestätigt, dessen Vorhersagen waren auch in vielen Fällen war, auch die Prognose von einen massiven Rückgang der slowenischen Börse, den wir erlebt haben. Zum ersten Mal kommt aus den USA zu uns James Turk, Co-Autor des "besten Verkäufer" Buches mit dem Titel Die kommenden Dollar Zusammenbruch. Tipps, was zu tun ist und wie zu investieren und sparen, können Sie von den größten slowenischen und ausländischen Experten bekommen.

Der Kongress ist offen für alle, die Sorgen für ihre Zukunft haben und die bewusst sind, dass Sie sich für sich selbst kümmern müssen.
Dafür nützen Sie diese ausgezeichnete Gelegenheit, um nützliche und interessante Informationen zu bekommen und für Ihre schöne und friedliche Zukunft zu sorgen.

Im Namen des Veranstalters

Peter Slapšak



News

18.09.2009

Rob McEwen sagt Goldpreis von 5.000 $ bis 2014 voraus

Am Montag erwähnte Mineninvestor Rob McEwen im Rahmen einer Präsentation, er könne sich einen Anstieg des Goldpreises auf 5.000 $/oz bis zum Jahr 2014/15 vorstellen, wenn seiner Meinung nach der momentane Goldzyklus endet. Er teilte den Zuhörern außerdem mit, dass er selbst 21% an US Gold ...
18.09.2009

Teuerung voraus?

Man spricht landläufig von einer Teuerung, wenn die Preise für Waren, die Teil eines vorab definierten Warenkorbs sind, steigen. Genauso spricht man von einer Verbilligung, wenn die Preise für Waren fallen. Der Preis des Warenkorbs bildet idealerweise die Lebenshaltungskosten ab. Ich habe bewusst ...

08.10.2008

Werden sich die Rohstoffe von der Kreditkrise erholen?

"Geld ist der Lebenssaft der Wirtschaft." Dieser bekannte Spruch ist einfach zu merken, aber noch einfacher ist es, ihn zu vergessen, wenn die Anlagepreise auf unvernünftige Extremstände getrieben werden. Verbraucher wie auch Investoren werden jetzt, da die Geldpanik weiter wütet, nachdrücklich ...