Saisonale Trends im Goldbullenmarkt
18.08.2008
Die letzten Wochen waren sehr hart für Goldinvestoren. Mitte Juli lag der Kurs des Königs unter den Metallen bei 976 $, was nahe am nominellen Höchstkurs von 1005 $ Mitte März 2008 war. Seitdem fiel der Goldkurs bis auf 10,4% (101 $). Einige Tage dieses starken Abwärtstrends waren von starken Selloffs geprägt, einschließlich des Kurssturzes auf 2,2% am vergangenen Dienstag im Federal Reserve System (Zentralbanksystem der Vereinigten Staaten).
Wenn Sie den Goldkurs auf lange Sicht betrachten, wirkt er etwas entmutigend. Immerhin hat CNBC in dieser Woche wirklich behauptet, dass der globale Rohstoffbullenmarkt zu Ende sei. Auch wenn CNBC schon ein dutzend Mal in den letzten Jahren etwas voreilig das Ende dieser Bullenmärkte erklärte, ist das Elend in diesen Tagen kaum zu übertreffen. Der Goldbranche würde es nicht gut ergehen, wenn die rohstofffeindliche Finanzpresse Recht hätte.
Zum Glück hat sie nicht Recht. Die globalen Angebotsdefizite in der Rohstoffbranche, durch die jahrzehntelang die Infrastruktur vernachlässigt wurde, können nicht über Nacht weggezaubert werden. Es werden noch Jahrzehnte vergehen, bis man neue Erzlagerstätten findet, Genehmigungen einholt, die Minen freilegt und diese raren natürlichen Ressourcen dann auf den Markt bringt, um die wachsende globale Nachfrage zu befriedigen. Gold ist da keine Ausnahme, der Abbau von Gold ist in der Metallbranche am anspruchsvollsten und kompliziertesten.
Die kürzliche Goldflaute wurde von Schülern der Märkte vorausgesagt. Das war nichts Ungewöhnliches. Der Goldkurs ist von starken saisonalen Tendenzen geprägt und die Sommermonate sind die statistisch schwächste Zeit des Jahres. Vor nur einigen Wochen schrieb ich einen Essay über die Sommerflaute der Edelmetalle, der sich eingehend mit dieser Zeitspanne beschäftigt. Beim Goldkurs tut sich in den Sommermonaten nicht viel, außer, dass er sich in einem Seitwärtstrendkanal bewegt.
Viele Trader sind von der Saisonabhängigkeit des Goldkurses überrascht. Bei den weichen Rohstoffen ergibt das Sinn, wie zum Beispiel bei Weizen, wo Anbau und Ernte, demzufolge auch Knappheit und Überfluss, an die Himmelsmechanik gebunden sind, die unsere Jahreszeiten bestimmt. In ihrem Fall wird ein Großteil des Angebots im Herbst auf den Markt gebracht. Das beeinflusst natürlich ebenso den Preis.
Aber die Saisonabhängigkeit kann auch die Rohstoffe prägen, die das gesamte Jahr über ziemlich einheitlich produziert werden. In diesen Fällen ist es nicht das Angebot, das jahreszeitlich schwankt, sondern die Nachfrage. Wenn die Nachfrage sich auf bestimmte Zeiten des Kalenderjahres konzentriert, sind bestimmte Auswirkungen auf den Preis zu beobachten. Schneeschaufeln zum Beispiel können immer hergestellt werden, aber die Nachfrage (und der Preis, wenn die kapitalistischen Baumärkte den Preis der Nachfrage anpassen) steigt nur nach großen Schneestürmen.
Im Fall von Gold wird die Saisonabhängigkeit ausschließlich von der Investitionsnachfrage bestimmt. Sie beeinflusst den Goldpreis am stärksten. Es gibt Zeiten im Jahr, in denen Investoren sehr eilig Gold in verschiedenen Teilen der Erde kaufen, und Zeiten, in denen Investoren Gold nahezu vergessen. Diese Abschnitte der wechselnden Intensität der Goldnachfrage führen zu großen Preisschwankungen, die zu bestimmten Zeiten im Jahr auftreten.
Saisonale Einflüsse sind effektiv und handelbar, aber sie sind oft lediglich zweitrangig. Fachspezifische Extreme, die Gefühlsschwankungen hervorrufen (übertriebene Geldgier oder Furcht), berücksichtigen die Jahreszeiten meist nicht. Ich denke da an Saisons, wo jeweils andere Winde vorherrschen. Auch wenn Sie keinen Rückenwind benötigen, um mit ihrem Auto vorwärts zu kommen, ist er allerdings ganz nützlich beim Autofahren. Um die saisonalen Trends der säkularen Goldbullenmärkte darzustellen, habe ich jedes Jahr zwischen 2000 und 2008 indiziert. Der erste Börsenschlusskurs im Januar hat einen Wert von 100 und danach werden die Schlusskurse des restlichen Jahres indiziert. Durch die Indizierung kann man die Jahre abgesehen vom generell steigenden Goldkurs prozentual perfekt vergleichen.
Dann ermittelte ich den Durchschnitt jedes Jahresindexes und so ergab sich die blaue Linie in der folgenden Chart. Sie zeigt die Tendenz des Goldpreises seit dem Kalenderjahr 2000. Bestimmte Tage sind mit großen Punkten versehen, um klar das Verhältnis der aktuellen Zahlen zu den Linien zu zeigen, die diese Punkte verbinden. Ich bezog ebenso den Bereich der Standardabweichung mit ein, um zu zeigen, wie zerstreut die Zahlen sind.
Wenn man den Durchschnittswert von 10 und 90 oder 48 und 52 ermittelt, ist das Ergebnis 50. Aber als Spekulant denke ich, dass die Chancen für eine Wiederholung dieser Tendenz beim zweiten Zahlenpaar besser stehen. Je enger der gelbe Bereich der Standardabweichung, desto enger liegen die Daten beieinander. Ein schmaler gelber Bereich, egal in welcher Jahreszeit, bedeutet, dass eine bestimmte saisonale Tendenz eher nicht die Folge von ungewöhnlichen Extremen ist und sich wahrscheinlich wiederholen.
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Das Erste, was Sie denken, wenn Sie diese Chart sehen, ist wahrscheinlich, dass der Goldkurs alles in allem steigt. Im gesamten Kalenderjahr ist er allgemein steigend. Das ist auch logisch, da diese saisonalen Tendenzen lediglich auf die Jahre seit 2000 anwendbar sind, da sich Gold seit jenem Jahr in einem starken säkularen Bullenmarkt befindet. Auch wenn Bullenmärkte gut oder schlecht laufen können, der Kurs steigt und dann Korrekturen vorgenommen werden, führen sie mit der Zeit zu höheren Preisen.
Der Goldkurs hat sich in den ersten zwei Dritteln des Kalenderjahres in einem klaren Aufwärtstrendkanal bewegt. Der Verlauf ist durch die vier Schnittpunkte mit dem Support und den drei mit der Resistance klar definiert. Wie mit jedem anderen Aufwärtstrend können Trader auch mit dieser Tendenz Gewinne erzielen. Durch die saisonalen Rückenwinde werden die Goldpreise in die Höhe getrieben, wenn der Kurs nahe des Supports ist und nach unten getrieben, wenn er nahe der Resistance liegt.
Ungeachtet dessen, welche primären Handelsindikatoren man benutzt, ist es immer klug, die jeweiligen Saisons zu bedenken, bevor man an der Börse handelt. Im Idealfall ergänzen sich Ihre primären und sekundären Indikatoren, was Ihnen bessere Chancen für einen erfolgreichen Börsenhandel eröffnet.
Während dieses saisonalen Aufwärtstrends findet eine Markterholung von Mitte März bis Ende Mai statt. Seit dem Jahr 2000 tendiert der Goldkurs dazu, in dieser kurzen Spanne anzusteigen. Leider gab es diese saisonale Tendenz im Jahr 2008 nicht, wie Sie sich sicherlich erinnern können. Von Mitte März bis Ende Mai fiel der Goldkurs in diesem Jahr um 12%.
Die Ereignisse im Frühling 2008 sind ein abschreckendes Beispiel für eine zu intensive Interpretation in die Saisonabhängigkeit. Übertriebene Geldgier oder Furcht können die saisonalen Tendenzen überwältigen. Gehen Sie einmal mehr auf Nummer sicher, dass Sie die Jahreszeiten nur als sekundären Handelsindikator benutzen. Auch wenn sie helfen, den Verlauf des Preises zu bestimmen, bietet die Wahrscheinlichkeitstabelle noch eine Menge Raum für Veränderung.
Nach der üblichen Markterholung im Frühling stellt der Sommer mit Abstand die schwächste Zeit im Jahr für die Metallbranche dar. In dem oberen Chart sehen Sie, wie sich der Goldkurs im Juni, Juli und August lediglich in einem Seitwärtskanal befindet. Wenn Sie sich für dieses Thema näher interessieren, sollten Sie meinen vor kurzem verfassten Essay über die Sommerflaute der Edelmetalle lesen. Der beste Weg, die Sommerflaute des Goldkurses zu überstehen, ist es, nicht allzu viel zu erwarten.
Wenn Sie die Sommerflaute dann wirklich überstehen, wartet die Belohung im Herbst auf Sie. Die Herbstmonate sind bei weitem die stärkste Zeit des Jahres, in der man die Saisonabhängigkeit von Gold erkennt. Von Anfang August (also jetzt!) bis Anfang Februar erholt sich der Goldkurs im Durchschnitt um 14,0%. In dieser Jahreszeit wird ein Großteil der Gewinne des Goldbullenmarktes erzielt. Also handeln Sie von August bis Februar mit Gold!
Diese starke Markterholung im Herbst nimmt Ende August an Geschwindigkeit zu und der Goldkurs liegt ab Mitte September über seiner saisonalen Resistance. Während die Eröffnung von Kaufpositionen im August optimal ist, nimmt der Kurs Anfang Oktober erneut für kurze Zeit ab. In dieser Zeit haben Unentschlossene die letzte Chance, zu kaufen. Danach steigt er ohne Pause einfach weiter bis Anfang Februar. Die saisonale Kraft von Gold in dieser Zeit ist einfach überwältigend.
Aber warum? Warum ist die Zeit zwischen August und Februar so besonders? Da der Goldzuwachs über das ganze Jahr relativ konstant ist, muss es ein Nachfragephänomen sein, das die Markterholung im Herbst hervorruft. Die Investitionsnachfrage nach Gold ist zwischen August und Februar viel stärker als im restlichen Jahr. Und das ist tatsächlich auch der Fall, da eine Menge kulturelle Faktoren eine Zunahme im Goldkauf hervorrufen.
Ende August oder Anfang September beginnt die Ernte in Asien. Ein Großteil Asiens (ganz Kontinentalasien) befindet sich auf der Nordhalbkugel, demnach erleben die Asiaten die gleichen siderischen Jahreszeiten wie die Amerikaner. Die asiatischen Bauern ernten also ihr Getreide zur selben Zeit wie die amerikanischen Bauern.
Gold ist die ultimative Art des Sparens. Es hat bis jetzt jede gescheiterte Regierung und jedes Währungssystem überlebt und bewahrt bis heute seinen immanenten Wert. Gold wird auch in Zukunft jede Regierung und Währung auf diesem Planeten überleben. Sie können ein Vermögen mit Goldoptionen machen. Das ist auch effektiv in Ländern mit einer instabileren Politik, wie wir sie erleben, wie zum Beispiel in ganz Asien.
Die wachsende Nachfrage nach Gold Ende August und September, die die Preise in die Höhe schießen lässt, ist meistens die Folge der Herbstkäufe. Getreide wird für bares Geld verkauft und einige Teile dieses Geldes, die nicht direkt für laufende Kosten gebraucht werden, werden für materielle Goldrücklagen verwendet. Es ist zu schade, dass die Amerikaner nicht schlau genug sind, zu sparen (weniger Geld ausgeben, als man verdient) und ein Vermögen abgesehen vom angeschlagenen US Dollar in Gold zu investieren.
Die schlauen und besonnenen Asiaten, die schon zahllose gescheiterte Regierungen und Währungen über Jahrtausende überlebt haben, empfinden eine tiefe kulturelle Verbundenheit für Gold. Diese Affinität geht nach der Ernte in der indischen Heiratssaison weiter. Dieses faszinierende, kulturelle Phänomen erreicht seinen Höhepunkt zwischen Anfang Oktober und Ende November und ist verantwortlich für die Markterholung in jenen Monaten.
In Indien sind Hochzeiten ein großes Geschäft. Die meisten Ehen sind arrangiert und die Paare werden meist auf Festen im Herbst, wie das Diwali (hinduistisches Lichterfest) verheiratet. Die Hindus glauben daran, dass eine Hochzeit während der Festsaison Glück, ein langes Leben, Fröhlichkeit und eine erfolgreiche Ehe bringt. Die Familien indischer Bräute schenken ihnen Gold in Form von aufwändig verarbeitetem, 22-karätigem Goldschmuck. Das dient nicht nur zur Zierde der Braut, sondern der Wert des Goldes sichert auch ihre finanzielle Zukunft und ihre finanzielle Unabhängigkeit von der Familie ihres Mannes.
Indien ist der weltgrößte Goldkonsument. Ein Großteil dieses Goldes ist Schmuck, aber die Inder trennen Goldschmuck und Goldinvestment nicht, wie wir es tun. In Indien ist das ein und dasselbe. Viele denken, dass die Mitgiften der Brautfamilien nicht sehr wertvoll sind, aber sie beeinflussen die saisonale Investitionsnachfrage nach Gold auf diesem Planeten am meisten. Ungefähr 40% der gesamten, jährlichen Goldnachfrage in Indien entsteht in der kurzen Heiratssaison im Herbst!
Manchmal wundert sich die westliche Welt darüber, aber dennoch sind wir gar nicht so unterschiedlich. Am Ende der indischen Heiratssaison wächst die Goldnachfrage in der westlichen Welt durch die Weihnachtseinkäufe. Ein weiterer Teil des Vermögens der westlichen Welt, auch wenn nicht die Mehrheit, wird zwischen Thanksgiving und Weihnachten ausgegeben. Ein Teil dieses Geldes fließt in die Schmuckindustrie in Geschenke für Ehefrauen, Freundinnen, Töchter und Mütter. Demnach konzentriert sich die westliche Goldschmucknachfrage saisonal auf eine kurze Zeitspanne, hauptsächlich Dezember.
Sie denken sicherlich, dass die Goldinvestitionsnachfrage nach der Erntesaison in Asien, der indischen Heiratssaison und den westlichen Urlaubseinkäufen, dramatisch abnimmt. Das ist dennoch nicht der Fall. Ein weiteres Ereignis beeinflusst die globale Investitionsnachfrage nach Gold: das chinesische Neujahrsfest. Der chinesische Kalender ist stark vom Mondzyklus beeinflusst, deshalb feiern die Chinesen ihr Neujahr zwischen Ende Januar und Mitte Februar nach unserem westlichen Kalender.
Gold hat im chinesischen Mythos eine große Bedeutung. Es ist zum Beispiel ein beliebtes Material, aus dem ein Yuan Bao gemacht wird. Es symbolisiert Geld und Reichtum und ist wie ein Goldbarren geformt, der im alten China als Standardzahlungsmittel verwendet wurde. Mit Gold werden die Häuser für Feste dekoriert, Gold wird aber auch verschenkt. Dadurch ist die Goldnachfrage in China sehr hoch.
Ich nehme ebenso an, dass die Chinesen am Ende ihres Jahres (für uns Januar) ihr übrig gebliebenes Geld in Gold investieren. Im Westen machen wir viele Investitionsentscheidungen am Ende unseres Jahres, da wir dann wissen, wie viel Geld wir gemacht haben, wie viel Steuern wir bezahlen müssen und wie viel Geld wir sparen und investieren können. Durch das chinesische Neujahrsfest und die Goldkäufe in China am Ende des Jahres bleibt der Goldkurs bis Anfang Februar weiterhin steigend.
Wie Sie also sehen können, ist die Goldmarkterholung zwischen August und Februar recht logisch. Über diese Zeit hinweg wirken verschiedene kulturelle Gründe zusammen, die einen Anstieg des Goldkurses durch eine über einen langen Zeitraum andauernde Investitionsnachfrage hervorrufen. In diesen Monaten haben die wichtigsten Goldkonsumenten immer einen Grund, Gold zu kaufen. Einem indischen Vater, der seine geliebte Tochter unter die Haube bringt, wird es sicherlich egal sein, ob die Geschäfte des Jahres gut liefen oder nicht. Er wird ihr auf jeden Fall Gold kaufen.
Trader täten gut daran, Gold und andere Edelmetalle zwischen August und Februar zu kaufen. Nahezu alle Gewinne des Goldbullenmarktes wurden in dieser Zeit der intensiven Investitionsnachfrage erzielt. Die optimale Zeit, Gold zu kaufen, ist trotzdem sehr anspruchsvoll für die Psyche. Investoren und Spekulanten müssen gute Nerven besitzen, wenn sie im August in Zeiten der Sommerflaute Goldpositionen kaufen. Sie müssen sich selbst zum Kaufen zwingen, wenn sie am wenigsten kaufen wollen.
Die folgende Chart zeigt die monatlichen saisonalen Trends der Goldbullenmärkte. Auch wenn es komisch ist, den Goldpreisverlauf in Monaten darzustellen (Trends beginnen oder enden selten am ersten oder 31sten des Monats), ist es dennoch interessant. Dieser Versuch zeigt, in welchen Kalendermonaten der Goldkurs am stärksten ist. Es ist nicht überraschend, dass er während der Markterholung im Herbst am stärksten ist.
Wenn der Goldkurs durchschnittlich um 2% pro Kalendermonat steigt, kann man diesen Monat als einen starken Monat bezeichnen. Einen schwachen Monat definiere ich hingegen, wenn der Kurs 1% unter dem Durchschnitt liegt. Diese Asymmetrie existiert, weil wir uns in einem säkularen Bullenmarkt befinden, wo die Preise generell steigen. Die selben fünf optimalen saisonalen Zeiten, um Gold zu kaufen, die in der ersten Chart dargestellt sind, werden hier wiederholt zum Vergleich wiedergegeben. Anfang August ist die beste Zeit für Investitionen.
Das kommt daher, da der stärkste Monat des Jahres in diesem Bullenmarkt meistens der September ist. Der Goldkurs steigt in jenem Monat durchschnittlich um 3,5%. Das wirkt vielleicht nicht beeindruckend, aber das ist wirklich gut für Gold. Wenn 150.000 Tonnen Gold auf der Welt abgebaut wurden, ist der Über-Tage-Goldbestand 4,3 Trillionen Dollar wert, was 900 $ pro Unze bedeutet. Schon eine einprozentige Veränderung des Goldkurses bedeutet eine Beeinflussung des Vermögens in Billionenhöhe. Diese saisonalen Zahlen sind natürlich lediglich Durchschnittswerte.
Von September bis Oktober bleibt der Goldkurs während der mehrwöchigen Flaute zwischen der asiatischen Ernte und der indischen Heiratssaison stabil. Dann nimmt der Goldkurs von Ende Oktober bis November erneut zu. Mit einem durchschnittlichen monatlichen Gewinn von 2,5% ist der November der zweitstärkste Monat für den Goldkurs. Nummer drei folgt zugleich, der Monat Dezember mit einem durchschnittlichen Gewinn von 2,2%. Auf dem vierten Platz liegt Monat Januar mit 1,9%.
Von den sechs Monaten zwischen Anfang August und Anfang Februar, der starken saisonalen Markterholung im Herbst, sind komplette vier Monate die stärksten für den Goldkurs. Wenn Sie unbedingt im September, November, Dezember und Januar in Gold investieren wollen, sind die steigenden Preise durch die saisonale Nachfrage sehr verlockend.
Zur Zeit ist es wirklich sehr spannend auf den Märkten, seit wir an der Schwelle zu Golds größter saisonalen Markterholung des Jahres stehen. Aber vergessen Sie nicht, dass die saisonale Tendenz nur ein Rückwind ist, ein sekundärer Indikator. Wenn es heute einen Überhang an Kaufpositionen geben würde und die Trader geldgierig sind, könnten die haussierenden saisonalen Trends einfach außer Kraft gesetzt werden. Aber zum Glück ist der Markt nicht überkauft, sondern das Gegenteil ist eingetreten. Der Goldmarkt ist heute überverkauft und es herrscht eine furchtbare Stimmung. Übertriebene Furcht und Frustration zusammen ergeben eine explosive Mischung.
Ich habe kürzlich über diese haussierenden Gold-, Silber-, und Edelmetallaktien in unseren anerkannten monatlichen und wöchentlichen Newslettern. Wir haben bereits begonnen, neue Edelmetallpositionen zu eröffnen. Der übertriebene Verkauf in dieser Woche hat eine Kaufgelegenheit mit sehr hohem Potential erschaffen, die wir ausschöpfen. Wenn Sie wissen wollen, wie genau wir das tun und erfolgreich an der Börse handeln wollen, abonnieren Sie noch heute!
Im Endeffekt schwankt der Goldkurs saisonal sehr stark. Auch wenn Gold nicht wie Weizen angebaut wird, wird die Goldinvestitionsnachfrage vom Kalender auf der ganzen Welt geprägt, was einen direkten Einfluss auf den Goldkurs hat. Gold ist in verschiedenen Kulturen der Welt von großer Bedeutung und die verschiedenen Bräuche rufen eine saisonale Schwankung der Goldnachfrage hervor.
Selbstverständlich sollten Investoren und Spekulanten diese saisonalen Tendenzen ausnutzen. Die beste Zeit, Gold und andere Edelmetalle zu kaufen, ist genau jetzt. Von August bis Februar findet die größte saisonale Markterholung des Jahres statt. In dieser Zeitspanne wurde der Hauptanteil der bisherigen Bullenmarktgewinne erzielt.
Quelle: goldseiten.de